Inkassobüro will sofort Geld sehen und droht Karin Schäfer mit Pfändung

dzAbzocke

Ein Inkassobüro hat Karin Schäfer angeschrieben. Und mit Pfändung gedroht, wenn sie nicht innerhalb von drei Tagen zahlt. Sie erstattete Anzeige und ging auch zur Verbraucherzentrale.

Castrop-Rauxel

, 26.08.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Beim ersten Blick hat sie sich erschrocken, beim genauen Lesen wusste sie, dass sie offenbar abgezockt werden sollte. Karin Schäfer aus Deininghausen ist mit dem Schreiben, einer „1. Mahnung“ eines Inkassobüros aus Mönchengladbach, zur Polizei gegangen, um Anzeige zu erstatten, und zur Verbraucherzentrale.

„Ich möchte die Bevölkerung davor warnen, auf solche Schreiben reinzufallen und womöglich zu bezahlen“, sagt die 55-Jährige aus Deininghausen.

Forderung von 290 Euro bei drei Tagen Frist

In einem Schreiben mit anhängendem Überweisungsformular war ihr mitgeteilt worden, dass sich in der „Bundesrepublik Deutschland mehrere Klagen von verschiedenen Gewinn- und Zeitschriftenverlagen gehäuft hätten“.

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Diese hätten die im „Zahlungsverzug befindlichen Betragszahlungen ihrer Kunden“ an das Inkassounternehmen abgetreten. In Kurzform weiter: Auch sie habe ihre Rechnung nicht bezahlt. Deshalb werde sie letztmalig aufgefordert, den Betrag von 290 Euro binnen drei Tagen zu überweisen.

Drohung mit Gerichtsvollzieher und Pfändung

Der Clou und die Unverschämtheit an sich: Dies sei ein Vergleichsangebot. Sollte sie die Frist nicht einhalten, würden 760 Euro fällig. Auch mit dem Gerichtsvollzieher und Pfändung wird gedroht. „Natürlich ist das vollkommener Unsinn“, sagt die Chefin der Verbraucherzentrale, Rose Sommer.

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