Post stellt Brief falsch zu – und entschuldigt sich mit einer kleinen Geste

Deutsche Post

Gislinde Schmidt (81) aus Castrop-Rauxel schreibt seit 60 Jahren ihrer Brieffreundin in der Schweiz. Doch dieses Mal kam der Brief nicht an. Er landete in Brandenburg.

Castrop-Rauxel, Schwerin

, 16.01.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Post stellt Brief falsch zu – und entschuldigt sich mit einer kleinen Geste

Der Brief von Gislinde Schmidt landete statt in Neuhausen in der Schweiz bei einer Brandenburger Familie. Sie sendete ihn zurück an Gislinde Schmidt. © Marcia Köhler

Gislinde Schmidt ist 81 Jahre alt und lebt in Castrop-Rauxel. Seit mehr als 60 Jahren führt sie mit ihrer ehemaligen Schulfreundin Rita, die in der Schweiz lebt, eine Brieffreundschaft. Und nach mehr als 60 Jahren ist Ende des vergangenen Jahres ein Brief zum ersten Mal nicht angekommen.

Zwar schickte Gislinde Schmidt den Brief an die übliche Adresse und frankierte ihn korrekt, aber nachdem sie ihn bei der Post abgab, begab sich der Brief fälschlicherweise auf die Reise nach Brandenburg.

Brief landete in Brandenburg und nicht in der Schweiz

Der Brief landete schließlich bei Familie Noack in Brandenburg, die sich über Post aus Castrop-Rauxel wunderte. Daher schickte Familie Noack den Brief wieder zurück an den Absender „Das ist nicht selbstverständlich. Sie hätten den Brief auch wegwerfen können“, freute sich die Schwerinerin.

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Da weder Adresse noch Name sich ähneln, konnte sich Gislinde Schmidt den kuriosen Weg des Briefes nicht erklären. Ihr Ehemann versuchte, bei der Post Auskunft zu bekommen. Leider vergebens.

Die Mitarbeiter aus dem Kundenservice hätten den Fehler nicht erklären können. Für die Unannehmlichkeiten und die anfallenden Telefonkosten schickte die Post dem Ehepaar Briefmarken im Wert von 8 Euro.

Post stellt Brief falsch zu – und entschuldigt sich mit einer kleinen Geste

Der Dankesbrief von Gislinde Schmidt an die Brandenburger Familie. © Marcia Köhler

Gislinde Schmidt schickte einen Dankesbrief an die Familie aus Brandenburg sowie ein Paket inklusive des verirrten Briefs an ihre Freundin in die Schweiz. Zum Glück kam beim zweiten Mal alles an – ganz ohne Umwege.

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