Polizei und Feuerwehr bilanzieren die Silvesternacht in Castrop-Rauxel - Unfall im Nebel

Einsätze zu Neujahr

Nach der „ruhigsten“ Silvesternacht der vergangenen Jahrzehnte im Vorjahr war auch die Silvesternacht 2019/20 gemäßigt. Dennoch hatten Polizei und Feuerwehr reichlich zu tun. Ein Überblick.

Castrop-Rauxel

, 01.01.2020, 15:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Polizei und Feuerwehr bilanzieren die Silvesternacht in Castrop-Rauxel - Unfall im Nebel

Der Winter wird in den nächsten Tagen seine beste Seite zeigen. Kalt und sonnig ist es Anfang Januar in Castrop-Rauxel. Hier ein Bild vom Neujahrs-Mittag in Dingen. © Tobias Weckenbrock

Beim Neujahrsspaziergang in Castrop-Rauxel war es herrlich: Die Sonne scheint vom Himmel, die Natur ist in weißen Raureif getunkt, die Temperatur gerade so um den Gefrierpunkt. Der Neujahrstag nach einer ebenfalls ruhigen Silvesternacht. So fällt die Bilanz der Einsatzkräfte aus.

Nebel in der Nacht machte im Verkehr zu schaffen

Nur der Nebel machte den Menschen in der Nacht zu schaffen: Bei Sichtweiten zum Teil von unter 50 Metern war es auf den Straßen schwierig für Autofahrer. Das war wohl auch der Umstand, unter dem sich der schwerste Unfall abspielte: Auf der B235 kam es in Höhe der A 42 zu einer Kollision.

Gegen 5 Uhr fuhren ein 31-jähriger Autofahrer aus Oberhausen mit seiner Beifahrerin (28) und ein 27-jähriger Autofahrer aus Castrop-Rauxel hintereinander auf der Habinghorster Straße in Richtung Norden. Der 31-Jährige musste nach eigenen Angaben aufgrund der Sichtverhältnisse in Höhe der A 42 abbremsen. Der 27-Jährige fuhr auf sein Auto auf. Dabei wurden die 28-Jährige und der 27-Jährige leicht verletzt. Beide Autos mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden war beträchtlich: 40.000 Euro, so die Angabe der Polizei. Vor Ort ergaben sich beim Unfallverursacher Hinweise auf Alkoholkonsum. Eine Blutprobe wurde angeordnet.

Polizei notiert wenig Auffälligkeiten trotz gesonderter Kontrollen

Die Polizei hatte im Vorfeld angekündigt, auf diese Dinge gezielt zu achten: Alkohol und Drogen am Steuer. Dazu gab es laut Pressesprecher Andreas Lesch aber keinen Schwerpunkt. „Es gab keine Großkontrolle, kein Projekt an einer bestimmten Stelle“, so Lesch. Aber bei Streifenfahrten erhöhte Aufmerksamkeit und bei Auffälligkeiten gleich auch Kontrollen.

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„In dieser Nacht ist deutlich mehr los als werktags, wo Castrop-Rauxel einfach enorm ruhig ist - selbst die Nord-Süd-Achse B235.“ Lesch weiter: „Gerade in der Kernzeit 22 bis 2 Uhr ist weniger Zeit für einfache Kontrollen – weil dann die meisten Einsätze gefahren werden, die man nicht unterbrechen kann.“

40 Einsätze: mehr als 2018/19, aber für Silvester wenig

Auf 40 Einsätze kommt die Polizei zwischen 18 Uhr an Silvester und 6 Uhr am Neujahrsmorgen. Mehr als im Vorjahr, aber, so Lesch: „Mehr als in einer Nacht von Dienstag auf Mittwoch, aber für eine Silvesternacht ruhig. Klar, es ist Alkohol im Spiel, es sind viele Leute wach, es wird gefeiert.“ Einsätze wegen Pyrotechnik, häuslicher Gewalt, einzelne Randalierer, Hilfeersuchen, kleinere Körperverletzungsdelikte: Das war in dieser Nacht Standard.

Bei einem Buschbrand an der Gerther Straße kurz vor 22 Uhr sei die Polizei mit dem Feuerlöscher eindämmend vor Ankunft der Feuerwehr tätig gewesen. Zu einer handvoll Mülltonnenbränden rückte die Feuerwehr aus - mehr war an Bränden in Castrop-Rauxel nicht.

Unfall auf A2, Brände und Raketen-Treffer in der Nachbarschaft

Eine Sperrung der A2 aufgrund eines größeren Unfalls im Nebel, das war es ansonsten. Die Festnahme nach einem Raub in Waltrop gegen 22 Uhr, eine verletzte Frau in Recklinghausen durch eine Feuerwerks-Rakete, ein Wohnungsbrand in Marl, ein Balkonbrand aufgrund von Pyrotechnik in Gladbeck: Das waren die größten Meldungen aus den umliegenden Städten des Kreises Recklinghausen.

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