Pater Jan folgt dem Ruf des Ordens

ICKERN Als Pater Jan Soroka sich vor rund 20 Jahren wünschte, in Kenia eingesetzt zu werden, schickten ihn die Resurrektionisten Patres ein Jahr später nach Deutschland. Jetzt folgt der 46-Jährige dem Ruf des Ordens erneut und geht nach den Ferien von Ickern zurück nach Witten.

von Von Julia Grunschel

, 30.07.2008, 18:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pater Jan Soroka verlässt die Gemeinde St. Antonius.

Pater Jan Soroka verlässt die Gemeinde St. Antonius.

Sechs Jahre lang hat er in St. Antonius gelebt, das Leben im gesamten Pastoralverbund Nord mitgeprägt. Am Sonntag, 10. August, wird Pater Jan um 10 Uhr offiziell in St. Antonius verabschiedet.

Versetzungskarussell

Eine Woche später wird Alexander Prosche in Witten zum Diakon geweiht und kommt im Gegenzug nach Ickern. "Das nächste Jahr ist er in St. Antonius und bleibt hoffentlich auch nach seiner Priesterweihe", kündigt Pater Jan an. Außerdem schickt der Orden noch weiteren Nachwuchs in den Pastoralverbund Nord. Nach St. Barbara kommt ab September ein Novize.

Pater Jan verschlägt das Versetzungskarussell in den Pastoralverbund Witten-Ruhrtal. Genauer gesagt in die Gemeinden St. Franziskus und Herz Jesu. "Wohnen werde ich aber in St. Vinzenz, meiner alten Gemeinde, mit einem Ordensbruder", erzählt Pater Jan, der aus Zlocieniec in Pommern stammt. Nach dem Abitur trat er mit 19 in den Orden, studierte Theologie und Philosophie in Krakau. Mit 26 Jahren wurde er zum Priester geweiht. Nach Stationen in Krakau, Iserlohn und Witten kam er 2002 nach Ickern.Mitglied im Provinzialrat

Die Rückkehr nach Witten hat praktische Gründe. Da er dort mit einem deutschen Nicht-Ordensbruder zwei Gemeinden betreut, ist er ein bisschen abkömmlicher für Aufgaben bei den Resurrektionisten Patres. Seit Januar nämlich gehört Pater Jan zum sechsköpfigen polnischen Provinzialrat des Ordens, der unter anderem auch für Deutschland und Österreich zuständig ist. Die Männer treffen sich einmal im Monat in Krakau und regeln organisatorische Angelegenheiten des Ordens.

Kinder- und Jugendarbeit

In Witten möchte sich der begeisterte Sportler und Rock-Konzert-Besucher genau wie in Antonius der Kinder- und Jugendarbeit verschreiben. "Natürlich arbeite ich auch gern mit Erwachsenen, aber es ist eine Herausforderung die Jüngeren in die Kirche zu bringen und sie zu halten", lächelt Pater Jan. Sein Schlüssel zum Erfolg waren Arbeit in und mit Schulen sowie gemeinsame Freizeitgestaltung: "Mit Gebeten und Wasser brauche ich fast erwachsenen Menschen nicht zu kommen. Man muss auch mal ein Bier trinken gehen."

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