Eiliger Paketbote fährt Auto an und flüchtet: „Es knallt fast täglich“

dzUnfall

Paketlieferanten sind oft in Eile. Ein Lieferfahrer soll an der Bahnhofstraße in Castrop-Rauxel ein Auto angefahren haben und geflüchtet sein. Seine Firma sagt: Es knallt fast täglich.

Castrop-Rauxel

, 14.01.2020, 19:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Fahrzeuge diverser Paketdienste bestimmen das Straßenbild seit Jahren. Was alle eint, ist die Zeitnot, alle Pakete ausliefern zu können. Entsprechend eilig hatte es wohl auch der Fahrer eines Paketdienstes, der im Sommer 2019 an der Bahnhofstraße die Zufahrt zu einem Innenhof blockierte.

Autofahrerin kann nicht mehr reagieren

Die junge Frau, die in diese Einfahrt einbiegen wollte, sah noch erschrocken, wie am Lieferwagen die Rücklichter aufleuchteten. Schon touchierte der Lieferwagen ihr Auto, bevor die Frau reagieren konnte. Vor dem Amtsgericht Castrop-Rauxel schilderte die Frau jetzt, dass sie ausstieg und den Fahrer auf ihr verbogenes Kennzeichen hinwies. „Ist ja nix passiert“, soll der Fahrer gesagt haben und dann weitergefahren sein.

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„Stimmt nicht. Ich habe auf der anderen Seite gehalten, doch da war die Frau schon weggefahren“, entgegnete der Mann, der nun wegen Fahrerflucht vor Gericht stand. Denn verborgene Schäden ließen die Reparaturkosten an dem Auto auf rund 1000 Euro steigen.

Firma hat Schaden schon bezahlt

Die Kosten hat die Firma des Fahrers bereits anstandslos bezahlt. Denn der Angeklagte hatte nach dem Vorfall seinen Chef informiert, der ihn aufforderte, weiterzuarbeiten. Im Zeugenstand sagte der 36-Jährige, der rund 30 Paketwagen koordiniert, dass es nahezu täglich zu einem Unfall komme.

Der Richter stellte das Verfahren schließlich ein. Mit dem Tipp, das nächste Mal die Polizei zu informieren. Das Auto sei eben „die heilige Kuh“ der Deutschen.

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