Nur mit Termin: Straßenverkehrsamt öffnet ab Montag wieder seine Türen

Autozulassungen

Achtung, Autofahrer in Castrop-Rauxel: Ab Montag kann man sein neues Auto wieder selbst beim Straßenverkehrsamt des Kreises anmelden und muss dafür keinen Zulassungsdienst mehr bezahlen.

Castrop-Rauxel

, 16.05.2020, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Wartebereich bei der Zulassungsstelle ist  mit viel Flatterband auf die Corona-Zeiten vorbereitet worden.

Der Wartebereich bei der Zulassungsstelle ist mit viel Flatterband auf die Corona-Zeiten vorbereitet worden. © Kreis Recklinghausen

550 Zulassungsvorgänge pro Tag hat die Zulassungsstelle im Straßenverkehrsamt in den letzten Wochen im Durchschnitt bearbeitet. Die Unterlagen dazu bekam sie nicht von den Bürgern direkt, sondern über Zulassungsdienste und Großkunden.

Das ändert sich jetzt: Ab Montag (18. Mai) können Bürger wieder persönlich ihre Anliegen an der Stettiner Straße in Marl vorbringen – weiter aber nur nach vorheriger Terminvereinbarung, was vor dem Einlass kontrolliert wird.

Termine werden über eine Hotline vergeben

Vorerst stehen nach Mittelung des Kreises an jedem Vormittag rund 50 Termine zur Verfügung, die ausschließlich über die Hotline 02361 / 53-7777 koordiniert werden. Das Straßenverkehrsamt geht davon aus, dass diese schnell vergeben sein werden und es zu Wartezeiten kommen kann. Weiterhin bedient werden zudem Großkunden und Zulassungsdienste.

Je nach aktueller Lage, so heißt es, werde die Situation im Straßenverkehrsamt neu bewertet – die Zahl der Termine kann weiter steigen oder im Falle eines Ausbruchsgeschehens auch wieder sinken. „Niemand kann sagen, wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird. Sollten die Infektionszahlen steigen, kann es sein, dass auch wieder Personal aus dem Straßenverkehrsamt in der Kontaktnachverfolgung des Gesundheitsamts eingesetzt wird“, erklärt Ulrike Engbers, Fachdienstleitung Straßenverkehr beim Kreis Recklinghausen.

Viele Zulassungen konnten abgewickelt werden

In den Wochen, in denen zuerst durch krankheitsbedingte Ausfälle und dann durch den Einsatz von Personal an anderen Stellen sowie das Gebot der Kontaktreduzierung keine Bürgertermine mehr möglich waren, hatte das Straßenverkehrsamt Unterlagen über Zulassungsdienste bearbeitet.

Diese Entscheidung habe Früchte getragen, ist sich Herrmann Lücke, Leiter der Zulassungsstelle, sicher: „Das war für uns die einzige Möglichkeit, weiterhin Zulassungsvorgänge in großer Zahl abwickeln zu können. Die Dienstleister kommen einmal am Tag, stellen die Tasche mit den vollständigen Unterlagen für zahlreiche Zulassungen hin und holen sie abends wieder ab. So konnten wir auch in dieser besonderen Situation viele Vorgänge abschließen und erwarten jetzt keine Flut, die abgearbeitet werden muss.“

Corona-Abstände sind einzuhalten

Auch baulich habe sich das Straßenverkehrsamt auf den Neustart vorbereitet. So wurden alle Bedienplätze mit Spuckschutzen ausgestattet, Sitzplätze im Wartebereich sind abgesperrt, Abstandslinien auf dem Boden aufgezeichnet und Desinfektionsspender stehen bereit. Zudem müssen Kunden beim Betreten des Gebäudes eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. „Höchste Priorität hat für uns der Schutz der Mitarbeiter und der Kunden“, erklärt Engbers.

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