Für Kinder, bei denen ein gutes Homeschooling nicht möglich ist, soll es die Möglichkeit geben wieder in die Schulen zu kommen- egal welcher Jahrgang. © dpa
Distanzunterricht

Nur 25 Arbeitsplätze für 960 Schüler – Regelung könnte zu Problem werden

Ab Montag dürfen Schüler in der Schule am Distanzunterricht teilnehmen, wenn Homeschooling nicht funktioniert. Eine Schule in Castrop-Rauxel hätte aber nur 25 Arbeitsplätze für 960 Schüler.

Für die Schulen in Nordrhein-Westfalen gibt es mal wieder eine neue Regelung: Ab Montag (1.2.) sollen alle Schüler, die zu Hause nicht adäquat am Distanzunterricht teilnehmen können, dem Distanzunterricht in den Schulen folgen dürfen. Bislang war das nur den Schülern der Klassen 1 bis 6 erlaubt. Anders als in der Woche vor den Weihnachtsferien würden die Kinder in der Schule aber nicht anders unterrichtet als ihre Klassenkameraden, die weiter zu Hause bleiben. Alles liefe wohl rein digital ab.

Für ASG-Schulleiter Joachim Höck blieben am Freitag noch einige Fragen ungeklärt.
Für ASG-Schulleiter Joachim Höck blieben am Freitag noch einige Fragen ungeklärt. © Matthias Stachelhaus © Matthias Stachelhaus

Joachim Höck, Schulleiter des Adalbert-Stifter-Gymnasiums (ASG) in Castrop-Rauxel, begrüßt den Vorschlag. Gerade für Familien mit geringem Einkommen sei das eine gute Maßnahme, denn häufig seien gerade dort Tablets oder Computer oder auch eine schnelle Internetverbindung Mangelware.

Nur wenige Schüler mit Problemen

Höck geht nicht davon aus, dass viele seiner Schüler davon Gebrauch machen würden – „wir hatten wirklich nur marginale Probleme in dieser Richtung“. Sollte es jedoch dazu kommen, stände das ASG vor einem logistischen Problem. „Wir haben nämlich bislang 25 Arbeitsplätze hier vor Ort – für insgesamt 960 Schüler“, erklärt Höck.

Dieses Problems würde er sich aber erst nach dem Wochenende annehmen, sagte er unserer Redaktion am Donnerstagnachmittag (28.1.). Vorher benötige die Organisation der Zeugnisvergaben am Freitag seine ganze Aufmerksamkeit. „Ich bin mir aber sicher, dass es wir das lösen können“, meint er.

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Geboren in Dorsten, nach kurzem studienbedingten Besuch im Rheinland jetzt wieder in der Region. Hat Literatur- und Theaterwissenschaften studiert, findet aber, dass sich die wirklich interessanten Geschichten auf der Straße und nicht zwischen zwei Buchdeckeln finden lassen.
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Kevin Kallenbach

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