Neuer Glanz fürs Parkbad

Castrop-Rauxel Sie tun etwas für sich, und sie tun etwas für die Allgemeinheit: 30 arbeitslose Jugendliche, die sich im Rahmen des Pilotprojekts "Viertel Act" neu orientieren und das Parkbad Süd auf Vordermann bringen.

12.03.2008, 18:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Miriam Ahrendt (l.) und Christina Schnelle jäten Unkraut.</p>

<p>Miriam Ahrendt (l.) und Christina Schnelle jäten Unkraut.</p>

Als Ein-Euro-Jobber beschäftigt, leisten die 18- bis 25-Jährigen seit Anfang Februar im Außengelände des alten Freibades gemeinnützige Arbeit. "Wir bessern das Pflaster rund um das Becken und den Duschdurchgang aus, begradigen alles, säubern Beete, beschneiden Bäume, jäten Unkraut und montieren den Zaun ab, bauen einen neuen auf und streichen ihn weiß", erzählt Sebastian Dukat beim Gang entlang der vielen kleinen Baustellen.

Das Kooperations-Pilotprojekt von Jugend in Arbeit und Projektfabrik, das von der Vestischen Arbeit finanziert wird, läuft bereits seit Januar. Im Wildgehege in Deininghausen galt es zum Anfang noch Sturmschäden von Kyrill zu beseitigen. "Wenn wir hier im Parkbad im Mai oder Juni fertig werden, geht es zurück ins Wildgehege. Dort legen wir eine Drainage unter die Weide, auf der die Tiere grasen", verdeutlicht Michaela Küsters von "Jugend in Arbeit". Doch bis dahin gibt es im Parkbad Süd noch viel zu tun. Denn auch das Schwimmbecken soll gesäubert und gestrichen werden. Für die Materialien kommt der Verein "Hände weg vom Stadtgarten" auf.

Filmdreh

Soviel zur gemeinnützigen Arbeit. Schließlich geht es bei "ViertelAct" auch um Qualifizierung, bei der die Projektfabrik ins Spiel kommt. Unter der Leitung von Regisseur Mathes Dues und Kameramann Marcus Welsch erarbeiten die Teilnehmer - eingeteilt in zwei Gruppen, die abwechselnd eine Woche im Parkbad und eine Woche in der Marienschule sind - einen 15-minütigen Film, der zum Abschluss gezeigt werden soll. "Durch die kreative Arbeit werden wir selbstbewusster, arbeiten im Team und stellen zusammen etwas auf die Beine", berichtet Benjamin Kakuscsi.

In den wenigen Wochen hat der 21-Jährige schon ein Ziel vor Augen entwickelt: "Ich hab gemerkt, ich will kreativ und handwerklich arbeiten. Als Fahrzeuglackierer könnte ich beides kombinieren." Genau darum geht es, Perspektiven zu schaffen und zu motivieren. jug

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