Der Jugendelternbeirat: v.l. Hanna Linke, Marie Therese Enzl, Silke Ehrenberg und Nadine Rode-Tost. © Grafik Martin Klose
Jugendelternbeirat

Neuer Elternbeirat: Castrop-Rauxel braucht mehr Kindergartenplätze

Kurz stand es auf der Kippe, dass die Eltern von Kita-Kindern eine stadtweite Interessenvertretung haben. Nun stellt sich aber der neue Jugendamtselternbeirat (JAEB) vor.

Wie verhalten sich Kindertageseinrichtungen in der Corona-Krise? Das ist ein Thema, das alle Eltern von Kita-Kindern interessiert. Bedenken, Sorgen und Bitten richten sie meist direkt an die Erzieher. Doch manchmal kann es hilfreich sein, sich Unterstützung zu suchen. Vor Ort sind das die Elternbeiräte. Die wiederum wählen einen Jugendamtselternbeirat (JAEB). Einen neuen Vorstand zu finden, war nicht so leicht.

Nadine Rode-Tost (39) ist die neue Vorsitzende. Sie habe sich das Ganze zweimal überlegt, sagt sie. Denn die Aufgabe sei durchaus zeitaufwendig. Bevor die Wahlen allerdings scheiterten, hat die Mutter von fünf Kindern den Posten übernommen. Denn die Elternvertretung sei wichtig. Zwei ihrer Kinder werden in der Villa Kunterbunt betreut.

Mit im Vorstandsteam sind außerdem ihre Stellvertreterin Silke Ehrenberg ( Ev. Stephanus-Kindergarten), Marie Therese Enzl (Awo-Kita Deininghausen) und Hanna Linke ( Öko-Insel). Bis auf Hanna Linke sind alle neu im JAEB. Sie wurden bei einer Zoom-Konferenz gewählt und vertreten jetzt die Eltern aller Kitas. 42 listet die Homepage der Stadt für Castrop-Rauxel auf.

Corona-Maßnahmen in Kitas stellen Eltern vor Herausforderungen

Die Corona-Krise, Corona-Fälle in Kitas, geschlossene Gruppen, Öffnungszeiten, Personalmangel, vorsorgliche Maßnahmen – das alles sind Fragen, die derzeit wichtig sind. Und über die im JAEB gesprochen wird. Wenn jetzt schon wieder öffentlich über eine erneute Schließung der Kitas diskutiert wird, sind die vier Elternvertreterinnen hellwach.

„Bei Öffnungs- und Schließungszeiten muss man uns Eltern entgegenkommen“, so Nadine Rode-Tost. Zwar ist da die Hoffnung, dass eine Schließung vermieden wird. Aber wenn nur einige wenige Erzieherinnen ausfallen, weil sie krank sind oder in Quarantäne müssen, fehle schnell das Personal. „Kommt es dann wieder zur Notbetreuung?“, fragt sie. Dann werde es wichtig, dass diejenigen einen Platz bekommen, die ihn dringend brauchen. „Wir müssen uns da auch gegenseitig unterstützen“, sagt sie.

Aber es gibt auch andere wichtige Themen. Nadine Rode-Tost nennt KiBiz, also das Kinderbildungsgesetz, das die Grundlagen und die Finanzierung der Kindertagesbetreuung in NRW regelt. „Wir haben nicht genügend Kindergartenplätze für die Castrop-Rauxeler Kinder“, sagt sie. Wenn es um die Bedarfsplanung geht, wollen sie und ihre Mitstreiterinnen im Dialog mit dem Jugendamt mitsprechen. Plätze fehlen im Ü3-Bereich, aber auch bei den Ü3-Kindern gebe es eine große Nachfrage, so die Castrop-Rauxeler Mutter. Da gebe es viel zu tun.

Vollversammlungen sollen möglichst 2021 stattfinden

Generell geht es auch darum zu informieren. „Viele Eltern haben nicht alle Informationen“, sagt die Stadtelternvertreterin., „Wir sind da für alle, die sich austauschen möchten. Auch über Corona, aber nicht nur.“ Der JAEB plane jetzt, einen Flyer an alle Kitas zu schicken, um sich und den aktuellen Stand vorzustellen.

Neue Infos sollen schnell weitergeleitet werden. Die erhält Nadine Rode-Tost unter anderem auch als Delegierte im Landeselternbeirat der Kindertageseinrichtungen in NRW. Das erste Meeting, wegen Corona per Zoom, wird demnächst stattfinden. „Wir hoffen, dass wir 2021 wieder mehr machen können, auch im persönlichen Kontakt“, so Nadine Rode-Tost. Dann könnten auch wieder Vollversammungen möglich werden.

  • Der neue JAEB ist erreichbar per E-Mail an stadtelternratcr@gmx.de oder bei Facebook: Jugendamtselternbeirat Castrop-Rauxel.
Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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