Helikoptereinsatz der Polizei reißt Castrop-Rauxeler aus dem Schlaf

Suche nach Verdächtigen

Ein Helikopter hat in der Nacht zu Dienstag für Aufsehen in Henrichenburg gesorgt. Vorausgegangen war ein Verkehrsunfall mit flüchtenden Beteiligten, der einige Ungereimtheiten offenbarte.

Henrichenburg, Becklem

, 03.11.2020, 09:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit einem Helikopter suchte die Polizei nach zwei möglicherweise verletzten Personen (Symbolbild).

Mit einem Helikopter suchte die Polizei nach zwei möglicherweise verletzten Personen (Symbolbild). © picture alliance / dpa

Mehrere Castrop-Rauxeler wurden in der Nacht zu Dienstag äußerst unsanft aus dem Schlaf gerissen. Der Grund dafür war ein kreisender Polizei-Helikopter. Der war inmitten der Dunkelheit auf der Suche nach zwei verdächtigen Personen, die zuvor mit einem Roller verunglückt waren.

Das erklärt die Polizei am Dienstagmorgen auf Anfrage unserer Redaktion. Und: Bei den Betroffenen könnte es sich möglicherweise um flüchtige Straftäter handeln.

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Gegen 23.50 Uhr wurde die Polizei zu einem Einsatz im Bereich der Hohekampstraße Ecke Lambertstraße in Henrichenburg gerufen. Zuvor waren zwei verdächtige Personen mit einem Motorroller verunglückt und anschließend von der Unfallstelle geflüchtet.

Alleinunfall mit Roller

Laut Polizei-Pressesprecher Andreas Lesch habe eine Zeugin beobachtet, dass beide Personen – ein Mann und eine Frau im Alter von etwa 20 Jahren – ohne Helm unterwegs gewesen seien. Stattdessen habe der Mann ein schwarzes Basecap getragen. Die fehlenden Helme hätten schließlich zum Einsatz des Helikopters geführt.

„Letztlich entscheiden immer die Kräfte vor Ort, ob der Einsatz eines Hubschraubers sinnvoll ist“, erklärt Lesch. „In diesem Fall musste davon ausgegangen werden, dass sich die beiden Personen bei dem Sturz mit dem Roller verletzt haben könnten. Deshalb sollte der Helikopter bei der Suche behilflich sein.“

Möglicherweise auf dem Rückweg einer Straftat

Allerdings war die Fahrt ohne Helm und der anschließende Unfall nicht die einzige Ungereimtheit. Bei der Sicherstellung des Motorrollers wurde ersichtlich, dass es sich bei dem Fahrzeug offenbar um einen im Oktober gestohlenen Roller handelte. Außerdem wurde mögliches Diebesgut an der Unfallstelle gefunden.

„Es könnte demzufolge sein, dass die beiden verdächtigen Personen auf dem Rückweg von einer Straftat waren und auf der Flucht verunglückt sind. Hier dauern die Ermittlungen allerdings noch an“, betont Lesch.

Knapp eine halbe Stunde sei die „Hummel“, wie der Polizeihubschrauber auch genannt wird, im Einsatz gewesen. Allerdings erfolglos. Die beiden verdächtigen Personen konnten dem Polizeisprecher zufolge bei der großangelegten Suchaktion nicht ermittelt werden.

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