Die Großpuppen der Circus-Night stahlen allen die Show bei der Nacht der Jugendkultur. Der Nebel erzeugte die Illusion einer eigenständigen Bewegung. Erst nach dem Durchbrechen der Nebelwand wurde klar, dass jede Puppe von drei jungen Menschen simultan gesteuert wird. © Christian Püls
Kultur

Nacht der Jugendkultur: Die Night-Circus-Puppen überragen alles

Graffiti stand auf dem Plan, doch dann stahlen zunächst junge Puppenkünstler die Show. Der Night-Circus überragt alles bei der Nacht der Jugendkultur im Marcel-Callo-Haus.

Es war vielleicht die letzte Nacht der Jugendkultur im alten Marcel-Callo-Haus. Dort steht demnächst der Umzug in den benachbarten Neubau an. Danach wird das alte Gebäude abgerissen.

Vorher hatten „Graffiti-Fans und Sprayer*innen die einmalige Chance, ein ganzes Haus künstlerisch neu zu gestalten – völlig legal“. So heißt es in der Ankündigung zum Castrop-Rauxeler Beitrag zur Nacht der Jugendkultur am Samstag (26.9.).

An der sich im Coronajahr 2020 immerhin 82 Städte in NRW beteiligten. „Wir sind zum elften Mal dabei“, sagt Kosta Daniilidis vor Ort. Gemeinsam mit Melanie Heine, Ralf Ehrenstrasser und Claudia Wieser gehört er zum Team Jugendarbeit der Stadt Castrop-Rauxel.

Night-Circus-Gruppe erhob gewissen Anspruch auf Ewigkeit

Graffiti ist stets Kunst auf Zeit. Egal, ob die tragenden Wände eingerissen oder die Sprühdosen-Artisten von anderen übermalt werden. Einen gewissen Anspruch auf Ewigkeit erhob zuvor die Night-Circus-Gruppe. Zahlreiche Kameras und Smartphones bannten die wirklich gelungene Darbietung auf Speichermedien.

Die Großpuppen ragten über eine optische Wand hinweg – von Nebelmaschinen errichtet. Der Nebel erzeugte die Illusion, dass sich die phantasievollen Gestalten selbstständig bewegen. Erst mit dem Durchbrechen der Nebelwand wurde klar, dass hinter jeder Puppe jeweils drei junge Menschen steckten, die ihr Leben einhauchen.

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Redaktion und Sportredaktion Castrop-Rauxel

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