Gerichtsklage

Nach Sondersitzung und Demo: Castrop-Rauxel klagt gegen Bochum

Die Stadt Castrop-Rauxel ist gegen die Ansiedlung des Betriebs Ecosoil kurz hinter der Stadtgrenze zu Bochum. Um sie abzuwehren, zieht sie sogar gegen den Nachbarn vor Gericht.
Im Juni gab es in Merklinde eine Demo gegen Ecosoil. Jetzt zieht die Stadt Castrop-Rauxel sogar vor Gericht. © Thomas Schroeter

Von Anfang an hat die Stadt Castrop-Rauxel die geplante Bodenaufbereitungsanlage der Firma Ecosoil kurz hinter der Stadtgrenze zu Bochum-Gerthe kritisch gesehen. Obwohl Ecosoil die Anlage knapp neben dem Castrop-Rauxeler Stadtgebiet ansiedeln will, wären Lärm, Staub und 300 Lkw-Bewegungen am Tag auch in Merklinde zu spüren.

Denn der Boden für die Anlage würde nicht nur in Richtung Bochum, sondern auch über die B235 durch Merklinde an- und abtransportiert. Auch auf der Bövinghauser Straße gäbe es mehr Verkehr, sodass laut Ratsmitglied Tom Roehl (FDP) keine Platz mehr für Fußgänger und Radfahrer bliebe.

Sondersitzung und Demonstration gegen Ecosoil

Vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen klagt die Stadt Castrop-Rauxel jetzt gegen die Stadt Bochum. Denn Bochum hat positiv über die geplante Ansiedlung des von Ecosoil im ehemaligen Dämmstoffe-Unternehmen Philippine entschieden. Schon Ende Juni gab es eine Sondersitzung des Stadtrats zum Thema. Und auch eine Demonstration mit mehr als 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Die Stadt greift in ihrer Klageschrift nun ihre bereits geäußerten Bedenken hinsichtlich des Immissionsschutzes und der verkehrlichen Auswirkungen noch einmal auf. Ein Termin für die Entscheidung des Gerichts ist noch nicht absehbar. Die Stellungnahme ist auf der Internetseite der Stadt (www.castrop-rauxel.de) öffentlich einsehbar.

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