Nach Robert Mathis soll in Ickern ein Platz benannt werden

dzBürgerantrag

Robert Mathis galt als „Bürgermeister von Ickern“. Im Dezember 2018 starb der Ickerner, doch sein Engagement soll gewürdigt werden - mit einem Platz in „seinem“ Stadtteil Ickern.

Ickern

, 11.05.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ehre, wem Ehre gebührt: Der Spruch ist zwar alt, aber dürfte gleichwohl nichts von seiner Aktualität jeden Tag aufs Neue verlieren. Es geht um Robert Mathis, das Urbild des sich ehrenamtlich ums Gemeinwohl kümmernden Ickerners. Mathis ist am 30. Dezember 2018 gestorben. Der gelernte Bergmann und „Bürgermeister von Ickern“, wie ihn Marc Frese, Chef des Stadtteilvereins Mein Ickern, liebe- und respektvoll bezeichnet, wurde nur 73 Jahre alt.

An den Stadtteilverein ist vor Kurzem der Wunsch herangetragen worden, dass ein öffentlicher Platz in Ickern – dem Stadtteil Castrop-Rauxels mit den meisten Einwohnerinnen und Einwohnern – nach Robert Mathis benannt wird. Bei Marc Frese wurde damit eine offene Tür eingerannt. Der Ickerner hat über den Bürgermeister einen entsprechenden Bürgerantrag bei der Stadt gestellt, über den – Stand jetzt – wohl auf der nächsten Sitzung des Stadtrates im Juni entschieden werden soll. „Ich hoffe im Konsens aller Fraktionen“, sagt Frese.

Roberts Einsatz für eine gerechte Gesellschaft würdigen

In dem Bürgerantrag führt Frese das vielfältige Engagement Mathis‘ auf, sei es als Nikolaus beim traditionsreichen und kultverdächtigen Umzug, als Küster und steter Helfer in der Kirchengemeinde St. Antonius, als Mitglied des Bürgerausschusses der Stadt Castrop-Rauxel sowie im Sport als Spieler, Trainer, Funktionär und langjähriger Spartenleiter Fußball im Stadtsportverband. „Ich bitte darum, dass die Stadt das Engagement und seinen Einsatz für eine gerechte Gesellschaft würdigt“, sagt Frese.

In den beiden Facebook-Gruppen „Du bist Castroper, wenn“ und in der Ickerner Gruppe hat Frese die Geschichte gepostet und bis Freitagmorgen eine Riesen-Resonanz erfahren mit über 270 Reaktionen – selbstredend positiv und teils mit eigenen Erinnerungen an Robert geschmückt. „Wenn’s einer verdient hat, dann er“, so in etwa der Tenor.

Der passende Platz ist schon ausgeguckt und war Mathis’ Revier

Und ein passender Platz ist auch schon ausgeguckt. Frese sagt im Gespräch mit unserer Redaktion: „Ich denke an dieses Rondell vor der Bäckerei Auffenberg und DM, das war Roberts Revier, da war er am häufigsten anzutreffen.“ Bürgermeister Rajko Kravanja habe darüber schon mit Andreas Heier von der Investorenfamilie von Ärztehaus und Geschäftszeile am Ickerner Markt gesprochen.

Der Robert-Mathis-Platz könnte vor der Bäckerei Auffenberg neben DM im Eingangsbereich zur Geschäftszeile realisiert werden.

Der Robert-Mathis-Platz könnte vor der Bäckerei Auffenberg neben DM im Eingangsbereich zur Geschäftszeile realisiert werden. © Schlehenkamp

„Ich finde das super, Robert Mathis war ein Spitzen-Typ“, sagt Andreas Heier im Gespräch mit unserer Zeitung. Wenn er einkaufen gehe oder mit Mitarbeitern in dem Gebäudekomplex spreche oder überhaupt in der Ecke unterwegs sei, falle ihm ein, dass Mathis und er sich dort eigentlich immer begegnet seien. Es sei wichtig und richtig, das Engagement zu würdigen. „Ich könnte mir gut vorstellen, eine Platte im DIN-A-3 oder DIN-A-2-Format an der Hauswand anzubringen“, sagt Heier.

Aufnahme auch in die Ausstellung „Ickerner Köpfe“

Bei einem kleinen Rundgang durch die überaus sehenswerte Dauerausstellung „Ickerner Köpfe“ unter der Handschrift von Magnus Heier auf vier Etagen des Ärztehauses am Ickerner Markt 14 mit Persönlichkeiten, die aus Ickern stammen und die Geschichte des Ortsteils maßgeblich mit prägten, hat sein Bruder eine zündende Idee.

„Auch hier können wir Robert Mathis in die Reihe mitaufnehmen“, sagt Andreas Heier. Er passe genau dort hinein. „Wir haben ja von Anfang an gesagt, dass wir die Ausstellung erweitern wollen und gerne auch Vorschläge entgegennehmen“, sagt Heier.

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