Mann räumte das Konto der Ex-Freundin leer

CASTROP-RAUXEL Ein 31-Jähriger plünderte das Konto der Ex-Freundin per Online-Banking. Das ehemalige Liebespaar einigte sich außerhalb des Gerichtssaals. Doch die Staatsanwaltschaft ließ nicht locker.

von Von Gabriele Regener

, 17.07.2008, 11:09 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der 31-Jährige hatte per Online-Banking exakt 460,52 Euro vom Konto seiner ehemaligen Lebensgefährtin auf sein Privatkonto überwiesen. Pin- und Tan-Nummer waren ihm trotz Trennung noch zugänglich. Als Erstattung für gewährte finanzielle Unterstützung in der Zeit des Zusammenlebens sah er diese Transaktion. Auslagen, die er nicht belegen konnte. Ein Unrecht wollte er auch am Dienstag im Gericht nicht erkennen, hatte er doch für seine Ex-Freundin stets die Bankgeschäfte abgewickelt, und das Geld, so meinte er, stünde im auf jeden Fall zu.

Die Frau fühlte sich aber vom Amt zur Anzeige gedrängt, als sie wegen eines zu hohen Zuverdienstes zur staatlichen Unterstützung einen Betrag erstatten sollte, aber nicht konnte, weil das Konto leer war. Später einigte sie sich mit dem Ex, vereinbarte eine Rückzahlung auf Raten.

Nur die Staatsanwaltschaft wollte es genau wissen, weil der Angeklagte kein unbeschriebenes Blatt mehr war. Zwei Haftstrafen standen zur Bewährung aus, die, im Falle einer Verurteilung, widerrufen worden wären. Doch der Richter ließ Milde walten und stellte das Verfahren mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft ein.

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