Mädchen betäubt und missbraucht: Sicherungsverwahrung gefordert

Für Videofilme

Bei einem Vater aus Datteln wurden Videos gefunden, in denen zu sehen ist, wie Mädchen betäubt und missbraucht werden. Auch ein Mädchen aus Habinghorst. Jetzt droht dem Mann Endloshaft.

Castrop-Rauxel/Bochum

, 30.03.2020, 16:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Angeklagte beim Prozessauftakt im August 2019 - neben Verteider Jens Tuschhoff.

Der Angeklagte beim Prozessauftakt im August 2019 - neben Verteider Jens Tuschhoff. © Jörn Hartwich

Jetzt wird es ernst: Einem Briefzusteller aus Datteln, der auch ein Mädchen aus Habinghorst betäubt, missbraucht und gefilmt haben soll, droht praktisch die Höchststrafe.

Die Staatsanwaltschaft hat am Montag neben 13 Jahren Haft auch die anschließende und unbefristete Sicherungsverwahrung beantragt - zum Schutz der Allgemeinheit. Das hat ein Pressesprecher des Bochumer Landgerichts auf Anfrage mitgeteilt.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Weitere Details wurden nicht bekannt. Das Plädoyer der Anklägerin fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – wie fast der gesamte Prozess.

Der 55-jährige Angeklagte soll in seiner Wohnung zahlreiche Kinder von Frauen missbraucht haben, die er zuvor über das Internet kennengelernt hat. Aber auch Schulfreundinnen seines Sohnes sollen zu den Opfern zählen.

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Viele der damals Zehn- bis Zwölfjährigen wissen aufgrund der Betäubung bis heute nicht, was überhaupt mit ihnen passiert ist. Die Anklage beruht auf beschlagnahmten Videos.

Mädchen mit Beruhigungsmitteln betäubt

Der Angeklagte soll den Mädchen starke Beruhigungsmittel in Cola oder Milchshakes gemischt haben. Die Wirkung glich der von K.o.-Tropfen. Teilweise soll er den Kindern sogar die Augenlider hochgezogen haben, um die Wirkung zu überprüfen.

Das Urteil soll am Freitag gesprochen werden. Der Angeklagte ist weitgehend geständig.

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