Lange gesucht, jetzt gefunden: 80-jährige Bochumerin ist tot

Vermisstensuche

Seit dem 23. Juni war sie vermisst gemeldet. Ihre Angehörigen suchten erst in Bochum, dann in der Nachbarschaft, zuletzt auch in Castrop-Rauxel mit Zetteln nach der Frau. Sie ist tot.

Castrop-Rauxel

, 16.07.2019, 10:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lange gesucht, jetzt gefunden: 80-jährige Bochumerin ist tot

Mit insgesamt 5000 Handzetteln, die auch in Castrop an Laternen und Schildermasten hängen, suchte die Familie nach der vermissten 80-Jährigen. © Thomas Schroeter

Die Polizeimeldung dazu liest sich so trist wie traurig: „Seit dem 23. Juni war Ingrid A. aus einem Seniorenwohnheim in Bochum Werne abgängig“, heißt es im Polizeibericht aus Bochum. „Traurigerweise wurde sie am 14. Juli gegen 22.15 Uhr verstorben in einem Grünbereich der Salzstraße aufgefunden. Unsere Anteilnahme gilt ihren Angehörigen.“

Familie suchte mit 5000 selbstgedruckten Zetteln

Damit ist nun Gewissheit, was viele Experten schon vermutet hatten, was ihr Umfeld aber nicht wahrhaben wollte. Die Angehörigen kämpften um ihr Leben, indem sie die Öffentlichkeit aufmerksam machten: 5000 selbstgedruckte Zettel verteilten sie an Laternenmasten in der ganzen Umgebung. Tausende Kilometer fuhren sie mit ihren Autos in der Umgebung ab - ohne Ergebnis.

Die Hoffnung keimte auf, als es am 25. Juni hieß, sie sei in einem Supermarkt im Bochumer Ortsteil Kornharpen gesehen worden. Doch danach gab es keine weitere Spur von ihr.

Hubschrauber und Polizeihunde im Einsatz

Auch eine zeitweilige Suche mit einem Polizeihubschrauber und Polizeihunden führte nicht zum erwünschten Ziel. „Wir hören mit der Suche nicht auf“, sagte eine der Angehörigen im Gespräch mit unserer Redaktion.

Nun wurde die Leiche der Frau gefunden. Viele der Zettel sind inzwischen nicht mehr an den Laternen angebracht.

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