Kultur-Rundgänge sind wieder möglich: Zwei bekannte Museen haben geöffnet

LWL-Museum

Zwei bedeutende Museen an den Stadträndern von Castrop-Rauxel haben seit Dienstag (9.3.) wieder geöffnet. Es gibt allerdings strenge Auflagen und die Pflicht, sich einen Termin zu reservieren.

Henrichenburg, Bövinghausen

, 09.03.2021, 10:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Schiffshebewerk Henrichenburg ging 1899 in Betrieb. Heute ist es ein Industrie-Museum.

Das Schiffshebewerk Henrichenburg ging 1899 in Betrieb. Heute ist es ein Industrie-Museum. © Jens Lukas

Am Dienstag (9.3.) hat um 10 Uhr das LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg nach der Corona-Schließung wieder seine Tore geöffnet. Das Oberwasserbecken mit den historischen Schiffen und die Ausstellung „Revierfolklore“ im Hafengebäude sind wieder zu sehen.

Maximal können nun 200 Gäste gleichzeitig rein. Eine Online-Reservierung ist erforderlich. Dafür steht folgende Adresse zur Verfügung: https://pretix.eu/schiffshebewerkhenrichenburg/terminbuchung/

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Geöffnet ist das Museum von Dienstag bis Sonntag. Gäste können zwischen zwei Zeitfenstern wählen: 10 bis 13.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr. In der Pause wird das Gelände geräumt. „Wir begrüßen die Entscheidung des Landes, das Erlebnis Kultur in kleinen Schritten wieder zu ermöglichen“, sagt LWL-Direktor Matthias Löb.

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Die Ausstellung „Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz“ im Hafengebäude zeigt, wie im Ruhrgebiet an den Bergbau erinnert wird. Förderwagen im Vorgarten, Schlägel und Eisen als Schlüsselanhänger und Ruhrpott-Sprüche auf T-Shirts – viele dieser Souvenirs markieren ein besonderes Lebensgefühl im Ruhrgebiet und die Verbundenheit mit der Region. Doch was steht hinter dieser „Revierfolklore“? Ist sie ein Ausdruck von Heimatstolz oder Folge einer Vermarktung der Erinnerung? Mit vielen Beispielen zu typischen Ruhrpott-Themen wie Fußball, Musik, Comedy oder Essen und Trinken geht die Ausstellung dieser Frage nach.

Das Kessel- und Maschinenhaus ist wegen des Aufbaus einer neuen Dauerausstellung noch geschlossen. Auch wird gerade mit schwerem Gerät an der Sandstein-Böschung unter dem Trog des Hebewerks gearbeitet. Als Ausgleich für diese baubedingten Einschränkungen gilt ein verbilligter Eintritt von 3,50 Euro für Erwachsene. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben freien Eintritt.

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Der Wasserspielplatz steht ab 28. März wieder zur Verfügung, wenn die Wetterlage die frostfreie Befüllung des kleinen Schiffskanals erlaubt.

Zeche Zollern lässt Fördergerüst noch geschlossen

Auch das LWL-Museum Zeche Zollern in Dortmund-Bövinghausen ist wieder geöffnet. Auf der Website stehen die Bedingungen: Auch hier muss ein Zeitfenster für einen Besuch unter www.pretix.eu/ZecheZollern/besuch reserviert werden. Im Museum ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz zu tragen. In den Gebäuden und einzelnen Räumen ist die zulässige Personenzahl beschränkt. Geschlossen bleibt vorerst der Aufgang zum Fördergerüst und das Montanium. Auch das Museumsrestaurant Pferdestall bleibt vorerst geschlossen.

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Die Inzidenz in Castrop-Rauxel nähert sich deutlich dem 100er-Wert. Der Wert ist im Vergleich zum Vortag um acht Punkte gestiegen. Weiter Infos in unserem Corona-Liveblog für Castrop-Rauxel. Von Tobias Weckenbrock, Thomas Schroeter, Natascha Jaschinski, Matthias Langrock, Ronny von Wangenheim, Beate Dönnewald

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