Kreis kündigt an: Corona-Inzidenz von 200 läutet Notbremse ein

Coronavirus

Schon Anfang kommender Woche könnten fast alle Corona-Lockerungen in Castrop-Rauxel wieder zurückgenommen werden. Die Kriterien stehen seit Donnerstag (15.4.) fest.

Castrop-Rauxel

, 15.04.2021, 19:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine leere Castroper Altstadt könnte es schon ab kommender Woche wieder geben.

Eine leere Castroper Altstadt könnte es schon ab kommender Woche wieder geben. © Katharina Roß (Archiv)

Die Corona-Inzidenz im Kreis Recklinghausen bewegt sich in großen Schritten auf den Wert von 200 zu. Allein von Mittwoch auf Donnerstag ist der Wert um fast 30 Punkte auf knapp 185 gestiegen. Nun haben die Bürgermeister der Kreis-Städte, unter ihnen der Castrop-Rauxeler Rajko Kravanja, und Landrat Bodo Klimpel entschieden, welche Folgen ein Überschreiten der 200er-Grenze hätte.

Fest steht nun: „Wenn die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 200 drei Tage in Folge überschreitet, gilt ab dem übernächsten Tag die Notbremse im Kreis Recklinghausen.“ Das haben Landrat und Bürgermeister am Donnerstag bekannt gegeben.

Konkret hieße das: Sollte der Kreis am Freitag den Inzidenz-Wert von 200 überschreiten und auch am Wochenende nicht mehr davon runterkommen, würde die Notbremse ab Dienstag (20.4.) greifen. Dass sich das Überschreiten der 200er-Grenze vermeiden lässt, glaubt offenbar niemand mehr.

Click & Meet wäre dann nicht mehr möglich

Würde die Notbremse gezogen, wäre es anders als heute nicht mehr möglich, mit einem tagesaktuellen negativen Corona-Testergebnis „Kultur- und Freizeiteinrichtungen oder Geschäfte zu besuchen“, heißt es in der Kreis-Mitteilung. Das Einkaufen per „Click & Meet“ wäre also abgeschafft. Weiterhin möglich sei nur das Abholen von Einkäufen per Click and Collect.

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Auch „körpernahe Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, sind mit Erreichung der 200er-Grenze untersagt“ – mit Ausnahme von medizinisch notwendigen Leistungen und Frisören, heißt es weiter. Kosmetik- oder Nagelstudios müssten also wieder schließen.

„Mit Blick auf die stetig steigende Inzidenz und vor allem auf die geringen freien Kapazitäten auf den Intensivstationen sehen wir uns gezwungen, zu handeln“, erklärt Landrat Bodo Klimpel in der Mitteilung.

„Wissen, dass Einschränkungen an den Nerven zehren“

„Wir wissen, dass die dauerhaften Einschränkungen an den Nerven zehren, aber mit dieser neuen Welle gilt es erneut, sich zurückzunehmen und Kontakte auf das Notwendigste zu beschränken. Nur gemeinsam können wir eine Überlastung des Gesundheitssystem verhindern.“

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Zu der Situation an den Schulen steht in der neuen Allgemeinverfügung des Kreises und in der Pressemitteilung nichts. Allerdings haben die Bürgermeister und der Landrat am Donnerstag einen Brief an Schulministerin Yvonne Gebauer mit der Bitte geschrieben, am Montag die Schüler doch noch nicht wieder in den Wechselunterricht zurückkehren zu lassen, sondern es beim Distanzunterricht zu belassen, so wie aktuell auch.

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