Kreis klärt Castrop-Rauxeler auf: Wer wird aktuell wann und wie geimpft?

Coronavirus

Der Kreis Recklinghausen hat mehr Biontech und weniger Astrazeneca bekommen. Das hängt mit der neuen Corona-Impfstrategie zusammen. Hier gibt es alle Infos, wer gerade wann und wie geimpft wird.

Castrop-Rauxel

, 23.03.2021, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Biontech, Astrazeneca, Moderna: Es ist genau vorgeschrieben, wer mit welchem Mittel geimpft wird

Biontech, Astrazeneca, Moderna: Es ist genau vorgeschrieben, wer mit welchem Mittel geimpft wird © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Das Land NRW hat das weitere Vorgehen für die Impfungen auch für den Kreis Recklinghausen festgelegt. Unter anderem zur Planung der Impfstofflieferungen: Rund 2000 Impfdosen Astrazeneca weniger als geplant wurden in der vergangenen Woche bereitgestellt, in dieser Woche gibt es keine neue Lieferung. Dafür steht für diese Woche fast die doppelte Menge an Biontech-Impfstoff zur Verfügung.

Wer aktuell geimpft werden kann und wie er sich anmeldet

Der Erlass regelt auch, wer mit welchem Impfstoff immunisiert wird. Eine freie Impfstoffwahl gibt es nicht. Hier ein Überblick, wer aktuell geimpft werden kann und wie er sich anzumelden hat:

Über 80-Jährige: Biontech ist nur für Personen über 80 Jahren vorgesehen. „Das bedeutet, dass wir weitere Termine für Biontech-Impfungen von Senioren ab 80 Jahren anbieten können. Wer 80 Jahre oder älter ist und noch keinen Termin für eine Erstimpfung hat, sollte nun die Chance nutzen und kurzfristig einen Termin vereinbaren“, sagt Patrick Hundt, Leiter des Impfzentrums.

Dies geht ab sofort nur noch telefonisch über die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) unter 0800 11611702.

Personen ab 70: Die Impfungen der über 80-Jährigen sind noch nicht abgeschlossen, Personen ab 70 Jahren können noch nicht geimpft werden. Sie werden informiert, sobald sie an der Reihe sind. Wer dennoch einen Termin bucht, wird am Impfzentrum abgewiesen.

Impfberechtigte Berufsgruppen: Ebenfalls nicht geimpft werden können Personen der impfberechtigten Berufsgruppen, die ihren Termin über die KVWL buchen. „Den richtigen Anmeldeweg zu nutzen, ist sehr wichtig, da wir entsprechend der Termine Impfstoff abrufen“, so Hundt.

Menschen mit Vorerkrankungen: Wer wegen seiner medizinischen Situation früher geimpft werden sollte, muss einen dritten Weg nutzen. Dafür sieht das Land vor, dass zunächst ein Antrag auf „Höchstpriorisierung“ bei der Kreisverwaltung gestellt werden muss. Wenn dieser positiv beschieden wird, bekommen die Personen direkt einen Termin von der Kreisverwaltung.

Höchstpriorisiert werden können nur medizinische Härtefälle, für die eine Impfung in den nächsten Wochen nicht mehr möglich ist, zum Beispiel wegen einer anstehenden Chemotherapie oder Organtransplantation. Personen, die wegen chronischer Erkrankungen in der Impfreihenfolge vorgezogen werden, aber nicht zu den höchstpriorisierten Härtefällen gehören, werden laut Land voraussichtlich im April bei ihrem Arzt geimpft.

Impfungen im Impfzentrum mit Astrazeneca

Sichergestellt sind laut Kreis die Impfungen im Impfzentrum mit Astrazeneca. Alle Termine, die vereinbart wurden, können erfüllt werden – und auch die Impfungen, die in der vergangenen Woche durch den Impfstopp von Astrazeneca ausgefallen waren, werden noch in dieser Woche nachgeholt.

Dazu haben alle, deren Termine abgesagt werden mussten, bereits am Samstag eine E-Mail erhalten. Ihre Termine wurden für die gleiche Uhrzeit eine Woche später umgebucht. Natürlich sind individuelle Terminvereinbarungen möglich, wenn dieses Datum nicht passt.

Impfungen in Behindertenwerkstätten mit Moderna

Ebenfalls stattfinden können in dieser Woche Impfungen in den Einrichtungen der Eingliederungshilfe, zum Beispiel in Behindertenwerkstätten oder besonderen Wohnformen. Für diese Impfungen sieht der Erlass des Landes den Impfstoff Moderna vor. Rund 3500 Impfdosen stehen für den Kreis Recklinghausen zum Abruf bereit. Geimpft wird in diesen Einrichtungen vor Ort.

Mobile Impfungen mit Astrazeneca

Ursprünglich war für die Einrichtungen der Eingliederungshilfe der Impfstoff Astrazeneca vorgesehen, der nun für die mobilen Impfungen an Schulen und Kitas genutzt werden kann. „Zuerst waren wir durch die geringen Impfstoffmengen davon ausgegangen, dass wir die Impfungen der Mitarbeiter an den Schulen und Kindergärten erneut nicht durchführen können“, so Hundt. Das sei jetzt aber möglich.

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Die Inzidenzen in Kreis und Stadt liegen weiterhin deutlich über 100. Castrop-Rauxel weist den zweithöchsten Wert im Kreis auf. Weitere Infos in unserem Corona-Liveblog. Von Tobias Weckenbrock, Beate Dönnewald, Thomas Schroeter, Natascha Jaschinski, Ronny von Wangenheim, Uwe von Schirp, Frederike Schneider

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