Kravanja verspricht: Castrop-Rauxels Biergärten werden wieder öffnen

dzCorona-Lockerungen

Das Parkbad Nord wird wieder öffnen, Castrop-Rauxeler können bald wieder im Biergarten sitzen. Doch auf längst nicht alle Corona-Fragen kann die Stadt aktuell so klare Antworten geben.

Castrop-Rauxel

, 08.05.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Grenzenloser Jubel sieht anders aus: Castrop-Rauxels Bürgermeister Rajko Kravanja hat sich im Interview mit unserer Redaktion am Mittwochmittag eher skeptisch bei der Bewertung der neuen Corona-Lockerungen durch die NRW-Landesregierung gezeigt.

„Ich weiß nicht, ob es ganz klug war, etwas aufzumachen, was man eventuell wieder einschränken muss“, sagte Kravanja. Er erklärte, über den Umfang und auch die Geschwindigkeit mancher Lockerungen überrascht worden zu sein, die NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gemeinsam mit Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch verkündet hatte.

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Seitdem gebe es viele Anrufe von Castrop-Rauxeler Bürgern und Unternehmern bei der Stadt, erzählte Kravanja. Die meisten Fragen drehten sich dabei um Dinge, „die ab heute und ab Montag erlaubt sind“. Doch längst nicht alles könnten er und die Stadtverwaltung beantworten, weil es oft noch an klareren Bestimmungen fehle.

Unklarheiten um Fitness-Studios

Beispielhaft nannte Kravanja die Öffnung von Fitness-Studios. Die ist der Landesregierung zufolge ab kommenden Montag (11.5.) erlaubt. Aber noch nicht klar sei: Unter welchen Bedingungen dürfen Fitnessstudios öffnen, welche Abstände sind einzuhalten?

Solche Fragen würden die Kunden nun dem Fitnessstudio-Betreiber stellen. „Aber das Fitnessstudio kann Bürgern nicht antworten, und ich kann dem Fitnessstudio nicht antworten.“ Deswegen hätte er sich gewünscht, dass es „ein bisschen mehr Vorlauf“ des Landes gegeben hätte.

Andere Landes-Vorhaben befürwortete Kravanja dagegen. So finde er es „richtig“, dass Biergärten ab Montag wieder öffnen dürfen. Dort müsse man jetzt sehen, dass auch größere Gruppen, etwa zwei Familien, unter Wahrung der geltenden Abstandsregeln dort sitzen könnten. „Da werden die Gastronomen schon pfiffig genug sein“, sagte Kravanja.

Gastronomen könnten mehr Außenfläche bekommen

Der Bürgermeister kündigte außerdem an, dass die Stadt prüfen werde, ob man den Gastronomen mehr Fläche für Außengastronomie zur Verfügung stellen könne.

Neben der Öffnung der Biergärten sagte Kravanja die Öffnung des Parkbads Nord in Ickern zu. Freibäder dürfen nach den Plänen der Landesregierung ab 20. Mai öffnen. Ob es beim Parkbad Nord schon am 20. Mai klappe, wisse er nicht hundertprozentig, „aber wir werden es dann schnellstmöglich machen“.

Allerdings gelte auch beim Freibad, dass es noch an genauen Regeln fehle. Es zeichnet sich aber offenbar ab, dass Besuche im Freibad nicht ganz so einfach seien wie in früheren Jahren. Man müsse verhindern, dass morgens 500 Leute vor der Tür stehen und es ein großes Gedränge gebe. Stattdessen „basteln wir gerade ein Online-System, wo man sich anmelden und Tickets kaufen kann“.

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