Die zweite Phase der Maskenausgabe hat begonnen. Doch noch fehlen die Coupons. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Kostenlose FFP2-Masken in den Apotheken: Warten auf die Coupons

Um in der Apotheke eine FFP2-Maske kostenlos zu bekommen, braucht man ab sofort einen Berechtigungsschein. Doch noch sind die nicht bei den Betroffenen angekommen.

Neues Jahr, neue Masken: Die zweite Phase der Aktion des Bundes hat begonnen. Nachdem Ende des Jahres in den Apotheken kostenlos drei FFP2-Masken an Menschen über 60 Jahre und Risikopatienten verteilt wurden, soll es nun sogar noch zweimal sechs FFP2-Masken geben. Der Haken: Dafür sind Coupons notwendig und die sind noch nicht angekommen.

Offiziell hat diese zweite Phase am 1. Januar begonnen. So verkünden es auch Plakate der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, die die Apotheken für den Aushang zugesandt bekommen haben. In der Glückauf-Apotheke von Castrop-Rauxels Apotheken-Sprecher Claus Ehrensberger mussten schon einige Kunden abgewiesen werden, weil sie diese Coupons nicht hatten.

„Bis zum 6. Januar konnten wir noch die drei kostenlosen Masken abgeben, jetzt geht es nur noch mit dem Coupon“, sagt Ehrensberger. Einige Kunden hätten es in seiner Apotheke an der Dortmunder Straße 144 schon mit einer ärztlichen Bescheinigung versucht. Aber die reicht nicht.

Die vom Bund finanzierten Masken sollen speziell in den Wintermonaten besser vor dem Corona-Virus schützen. Wegen der Verzögerung gab es bereits vereinzelte Forderungen von Apothekerverbänden, dass nochmals kostenlos ohne Coupons drei Masken abgegeben werden könnten.

In Apotheken kommen keine Informationen der Krankenkassen an

Soweit kommt es nicht. Genaueres weiß aber auch Claus Ehrensberger nicht. Die Coupons, die gleich für die beiden Verteilaktion zusammen zu den Betroffenen verschickt werden, werden von den Krankenkassen verteilt. Und von denen kamen keine Informationen in den Apotheken an.

Gedruckt werden sie von der Bundesdruckerei. Sie sollen schließlich fälschungssicher sein. „Es wäre wünschenswert, wenn sie eher gedruckt worden wären“, sagt Angelika O‘Donnell, Inhaberin der City-Apotheke an der Münsterstraße. Auch bei ihr fragen Kunden bereits häufig nach. „Die Informationen sind nicht gut, es gibt zu viele offene Fragen“, sagt sie.

Inzwischen hat die DAK am Donnerstag (7.1.) mitgeteilt, sie habe begonnen, die Gutscheine der Bundesregierung zu versenden. Auch die TK will mit dem Versand starten. Andere Krankenkassen wie die Barmer haben erklärt, noch gar keine Coupons erhalten zu haben.

Versand der Coupons kann sich bis in den Februar hineinziehen

Aber auch die DAK-Mitglieder werden in den kommenden Tagen noch häufig vergeblich in den Briefkasten schauen. Hier wie auch bei den anderen Kassen werden die Berechtigungsscheine in verschiedenen Tranchen verschickt, gestaffelt nach dem Alter der Versicherten. Zuerst kommen die Menschen ab 75 Jahren an die Reihe. So soll auch verhindert werden, dass wie im Dezember alle Berechtigten auf einmal in die Apotheken stürmen. Der Versand, so hatte die DAK informiert, könne sich bis in den Februar hinziehen.

Mit dem ersten Coupon können sich die Versicherten bis zum 28. Februar sechs Schutzmasken in ihrer Apotheke vor Ort abholen, mit dem zweiten Coupon dann ab 16. Februar bis zum 15. April noch einmal sechs Masken. Dafür zahlen sie jeweils einen Eigenanteil von 2 Euro.

FFP2-Masken sind ausreichend in den Apotheken vorrätig

Sowohl Claus Ehrensberger als auch Angelika O‘Donnell haben aber auch gute Nachrichten. Anders als bei der ersten Verteilaktion, als die Apotheken gestürmt und die Masken schnell vergriffen oder aber wegen Lieferengpässen erst spät vorrätig waren, wird es bei der neuen Aktion keine Probleme geben. „Wir haben reichlich Masken“, sagt Angelika O’Donnell. Und Claus Ehrensberger ergänzt: „Bei Bedarf bekommen wir kurzfristig Nachschub.“

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Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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