Kolleg-Lehrer fühlen sich in Ersatz-Heimat in der alten Ickerner Gesamtschule wohl

Berufskolleg

Für Bauarbeiten mussten sie nach Ickern ausweichen. Schüler und Lehrer des Berufskollegs Castrop-Rauxel haben dort seit dem Sommer eine zweite Heimat gefundem.

Ickern

, 16.01.2020, 06:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kolleg-Lehrer fühlen sich in Ersatz-Heimat in der alten Ickerner Gesamtschule wohl

Am Hauptstandort des BKCR an der Wartburgstraße wird gerade saniert. Doch auch in der alten Korczak-Gesamtschule fühlen sich Lehrer und Schüler wohl. © Thomas Schroeter

Das BKCR baut neu. Dafür musste vor einem halben Jahr für ein Jahr ein Teil der Schule in die JKG in Ickern umziehen. Etwa 200 Schüler und bis zu 45 Lehrer. Für rund ein Jahr sind sie nach Ickern in die ehemalige Gesamtschule ausgelagert. Grund sind Arbeiten am Gebäude 7, die 3 Millionen Euro kosten.

Das renovierte Gebäude soll künftig Klassenräume nach dem aktuellen Standard erhalten, in denen durchgängig Unterricht mit digitalen Medien möglich sei. Die Werkstätten für Holztechnik und Gestaltungstechnik entstehen ganz neu.

Wie ist der Stand der Dinge beim Neubau? Und wie läuft der Unterricht im Gebäude der alten Janusz-Korczak-Gesamtschule, wo gleichzeitig auch die Kita Villa Kunterbunt eine Übergangs-Heimat im Pavillon auf dem Schulhof gefunden hat?

Rückzug ist für den Sommer geplant

Die Bauarbeiten auf dem Gelände des Berufskollegs scheinen im Zeitplan zu sein. Wie Schulleiter Fred Nierhauve vom zuständigen Kreis Recklinghausen erfahren hat, stünde einem Rückzug aus der Dependance in Ickern nach den Sommerferien nichts im Weg. „Wir gehen davon aus, dass die Schüler und Lehrer aus Ickern im Sommer wieder an der Wartburgstraße untergebracht werden können“, so Nierhauve.

Natürlich freuen sich auch die Lehrerinnen und Lehrer darüber, dass am Berufskolleg neue und moderne Räume entstehen. Mit den Gegebenheiten in der alten Ickerner Gesamtschule sind sie aber trotzdem sehr zufrieden. 20 Lehrer sind hier dauerhaft tätig, weitere 20 kommen für einzelne Unterrichtseinheiten von der Wartburgstraße nach Ickern.

Direkt nach dem Umzug habe es kurze Umstellungsschwierigkeiten gegeben, seitdem aber laufe der Unterricht an der Waldenburger Straße problemlos, so Lehrerin Rita Engelbrecht. „Die Atmosphäre hier ist sogar sehr ruhig im Vergleich zu unserem Hauptstandort“, erzählt sie. Kein Wunder, sind dort doch über 170 Lehrkräfte und über 2000 Schüler unterwegs.

Schüler haben weniger Ablenkung

„Die Ruhe kommt auch den Schülerinnen und Schülern zugute, weil die auch in den Pausen viel mehr unter sich sind und weniger Ablenkung haben“, erzählt Lehrerin Amall Aouragh. Auch wenn die Jugendlichen das vielleicht anders sähen, sei es zudem vorteilhaft, keinen Supermarkt um die Ecke zu haben.

Die Räume der JKG seien groß und hell, man habe es warm. Die äußeren Bedingungen passten also, so Rita Engelbrecht. Man fühle sich wohl dort, freue sich aber natürlich auch darüber, im Sommer komplett neue Räume am Kolleg vorfinden zu können.

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