Klimaschutz

Klimaschutzpreis: Jugendliche „fair-teilen“ aussortierte Lebensmittel

Das Projekt überzeugt: Die Kinder und Jugendliche vom Umweltpunkt des Marcel-Callo-Hauses wollen „Fair-teiler“ werden. Dafür gab es jetzt den ersten Platz beim Klimaschutzpreis.
Claudia Wieser überreicht eine der Urkunden. Für die Teilnehmer gab es außerdem ein grünes Umweltpunkt-Sweatshirt. © Marcel-Callo-Haus

Freude und ein Hauch Enttäuschung haben die Verleihung des Klimaschutzpreises begleitet. Natürlich freuten sich die Kinder und Jugendlichen vom Umweltpunkt des Marcel-Callo-Hauses, dass ihnen der erste Preis zuerkannt wurde. Doch dass die Verleihung durch den Bürgermeister erst vom November verschoben und jetzt am 10. Februar komplett ausfallen musste, enttäuschte die 17 Teilnehmer.

Die Gruppe hatte sich im vergangenen Jahr mit einem neuen großen Projekt für den Klimaschutzpreis beworben. Nach dem Vorbild eines „Fair-teilers“ am Jugendzentrum „Alte Schmiede“ in Recklinghausen soll mit Einzug ins neue Gebäude auf dem Gelände des Marcel-Callo-Hauses ebenfalls ein Fair-teiler errichtet werden.

Aussortierte Lebensmittel, die eigentlich noch verzehrbar sind, können dort gesammelt und anderen Menschen zur Verfügung gestellt werden. Dies soll vor allem der Lebensmittelverschwendung in Castrop-Rauxel entgegenwirken. „Wir wollen beim anstehenden Umzug die Chance nutzen, das Marcel-Callo-Haus in eine nachhaltigere Jugendeinrichtung zu entwickeln. Dazu soll die Errichtung des Fair-teilers am Neubau beitragen“, so Claudia Wieser.

Preisgeld von 2500 geht in den Bau des Fair-teilers

Mit dem Preisgeld von 2500 Euro kann dieses Projekt nun umgesetzt werden, so informiert die Leiterin des Marcel-Callo-Hauses. Der Bau des Fairteilers wurde Bereits dem Kooperationspartner, dem BBZ Dingen, in Auftrag gegeben.

Jeder der Teilnehmer des Marcel-Callo-Hauses bekam einzeln seine Urkunde.
Jeder der Teilnehmer des Marcel-Callo-Hauses bekam einzeln seine Urkunde. © Marcel-Callo-Haus © Marcel-Callo-Haus

Die Gruppe der Kinder und Jugendlichen beschäftigt sich im Marcel-Callo-Haus mit den Themen Umwelt-, Klima- und Naturschutz sowie Nachhaltigkeit. Angeleitet von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen der Einrichtung werden ihnen Möglichkeiten an die Hand gegeben, nachhaltiger zu leben, sagt Claudia Wieser.

Die Kinder und Jugendlichen lernen Alternativen zu herkömmlichen Einwegprodukten, wie selbst hergestellte Pflege- oder Reinigungsmittel, kennen. Auch größere Projekte wie das „Urban Gardening“, das Anlegen eines Nutzgartens im städtischen Raum, sind feste Bestandteile der Arbeit.

Die Kinder und Jugendlichen konnten am Samstag (6.2.) trotz Corona ihre Preisverleihung in deutlich kleinerer Form erleben. Im 15-Minuten-Takt wurden die Urkunden von den Betreuern Lilli Meister und Timo Eismann im Marcel-Callo-Haus überreicht – natürlich mit Maske, draußen und mit ausreichendem Abstand. Aber sie erhielten nicht nur eine Urkunde, sondern auch ein grünes Sweatshirt mit dem Logo des Umweltpunkts, das die Gruppe bei zukünftigen gemeinsamen Aktionen tragen kann.

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