In der Altenpflege sucht man nach alternativen Adventsprogrammen

dzCorona-Regeln

Auf Besuche von Kindern und Chören im Advent müssen Senioren in Castrop-Rauxeler Pflegeeinrichtungen angesichts der Corona-Pandemie in diesem Jahr verzichten. Man sucht nach Alternativen.

Castrop-Rauxel

, 23.10.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zur Vorweihnachtszeit gehört es dazu, dass Gesangsvereine die Bewohner in Altenpflegeeinrichtungen in Castrop-Rauxel auf die Festtage einstimmen. Und ebenso sorgen alle Jahre wieder die Besuche von Kindergartengruppen in den Altersheimen und Tagespflegehäusern für glückliche Gesichter bei den Senioren.

In diesem Jahr wird das anders sein. Aufgrund der Abstands- und Hygieneregelungen angesichts der Corona-Pandemie müssen die Senioren auf besondere Besuche und Feierlichkeiten zum Fest der Feste verzichten. In den Einrichtungen sucht man nach Alternativen für die Weihnachtsprogramme.

Programm wird an Regeln angepasst

Hinsichtlich der Auflagen zum Infektionsschutz der Seniorenheimbewohner bedauert es auch Holger Böhm von der Katholischen St. Lukas Gesellschaft außerordentlich, dass in den Häusern des Trägers die Angehörigen nicht wie sonst an den Vorweihnachts-Aktivitäten teilnehmen dürfen.

Für die Pflegeeinrichtung St. Lambertus setze man auf die Kreativität der Mitarbeiter, damit auch die Angehörigen bei ihrem Besuch eine gemütliche, adventliche Atmosphäre erleben könnten.

Jetzt lesen

„Unsere Bewohner bekommen regelmäßig Besuch von ihren Angehörigen und Freunden. Manche gehen auch gerne außer Haus, allein oder auch in Begleitung ihrer Angehörigen. Unter Einhaltung der AHA-Regeln ist dies jederzeit möglich und wird auch gern genutzt“, sagt Holger Böhm.

Individuelle Betreuung

Veranstaltungen verbunden mit dem Besuch von Chören oder Kindern könne es, wie auch in anderen Einrichtungen, leider in diesem Jahr nicht geben.

Derzeit liefen aber dennoch die Planungen für die Weihnachtszeit. Adventliche Angebote für die Bewohner würden angepasst an die Corona-Schutz-Bedingungen geplant.

Abstand erschwert Betreuung

Die Regelungen und Erlässe in Corona-Zeiten bereiten auch dem Team der Tagespflege der Caritas an der Wittener Straße Kopfzerbrechen.

Zum Start des Betreuungsangebots im neuen Haus sieht Einrichtungsleiterin Agnes Michel insbesondere das Problem bei den Abstandsregelungen.

„Die Kommunikation zu den Senioren aufrecht zu erhalten ist sehr schwierig mit einem Abstand von 1,5 Metern. Wenn die Mitarbeitenden dazu noch den Mundschutz tragen, dann arten Unterhaltungen in Schreierei aus. Die meisten der Älteren in der Pflege können ja nicht mehr so gut hören“, sagt Agnes Michel.

Die Pflegekräfte gingen abends heiser nach Haus nach einem Arbeitstag. Wie nun in der Adventszeit gemeinsame Nachmittage geplant werden könnten, müsse sich erst noch zeigen. Auch bei der Tagespflege setze man dabei auf die Kreativität der Mitarbeiter.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt