Daran können sich viele Kinder wohl kaum noch erinnern: Bis im Sommer 2019 war die Kita Villa Kunterbunt auf diesem Gelände zu Hause. Fast zwei Jahre später geht es aus Übergangs-Pavillons zurück ins durchsanierte Gebäude. © Tobias Weckenbrock
Wasserschaden

Kita Villa Kunterbunt: Erst nach fast zwei Jahren geht es zurück nach Hause

Manch ein Kind wird sich kaum erinnern können. Erzieherinnen und Eltern der Ickerner Kita Villa Kunterbunt atmen auf: Fast zwei Jahre nach einem Wasserschaden kann der Kindergarten bald zurück.

Es ist Juli 2019, als der Schaden so groß wird, dass man nicht mehr anders kann: Die städtische Kindertagesstätte Villa Kunterbunt in Ickern-End muss ausziehen aus ihrem Gebäude an der Zechenstraße. Schimmel breitet sich aus, die Feuchte hinter den Tapeten in den Wänden wird gesundheitsgefährdend.

Die Stadt zieht die Notbremse: Mit Sack und Pack geht es in einer Gemeinschaftsaktion rüber in die Aapwiesen. Dort stehen Container auf dem Schulhof der ehemaligen Ickerner Gesamtschule leer, die zuletzt in der Flüchtlingskrise als Notunterkunft hergerichtet und vorgehalten wurden.

Es gibt Ärger über den Zustand der Module, die die Stadtverwaltung zusammen mit Firmen und auch anderen externen Unterstützern Kita-tauglich macht. Nach einer Woche Umzugsstress geht es aber dort weiter. Es ist ein Provisorium, und damals richtet man sich auf eine Zeit von ungefähr einem Jahr ein, bis man zurück kann.

Mitte Mai soll alles fertig sein

In der Zwischenzeit wird das Gebäude an der Zechenstraße erst noch mal eingehend untersucht, dann rundum saniert. Bis heute ist man noch mit den Bauarbeiten befasst. Aber es gibt endlich gute Nachrichten: Ab Mitte Mai sollen alle Arbeiten erledigt sein. „Danach soll auch die Eröffnung stattfinden, also Ende Mai / Anfang Juni“, sagt Stadtsprecherin Uta Stevens auf Anfrage unserer Redaktion.

Dann geht es für rund 80 Kinder und ein Dutzend Mitarbeiter zurück in eine top-sanierte Einrichtung: Rund 450.000 Euro hat die Stadt investiert. Davon hat eine Versicherung rund 208.000 Euro wegen des Wasserschadens übernommen. Der Rest kommt laut Pressestelle der Stadt aus dem städtischen Haushalt.

Die Kita Villa Kunterbunt ist wegen des massiven Wasserschadens im eigentlichen Gebäude immer noch in diesem Pavillon untergebracht.
Die Kita Villa Kunterbunt ist wegen des massiven Wasserschadens im eigentlichen Gebäude immer noch in diesem Pavillon untergebracht. © Volker Engel © Volker Engel

Warum aber hat das so lange gedauert? Der alte Boden wurde bis auf die Rohbetondecke ausgebaut. Die wurde daraufhin neu abgedichtet. Ein Teil des Gebäudes, der sogenannte Altbau, hat einen komplett neuen Fußbodenaufbau mit Dämmung, Estrich und Oberboden erhalten.

Das komplette Heizungsverteilnetz wurde erneuert. In den Gruppenräumen erfolgt die Beheizung jetzt über eine Fußbodenheizung statt über statische Heizkörper. Zudem haben Fachfirmen die Elektroinstallation zu großen Teilen erneuert. Die Einrichtung hat eine komplett neue Beleuchtung erhalten.

Neue Toiletten und Elektrik

Die Sanitäranlagen im Altbau sind grundsaniert worden: neues Leitungsnetz, neue Fliesen, neue Waschbecken und Toiletten. Die Innentüren wurden getauscht. Die Holzfenster haben einen neuen Schutzanstrich erhalten. Und natürlich wurden sämtliche Räume frisch angestrichen.

„Die umfangreichen Arbeiten werden voraussichtlich Mitte April abgeschlossen sein“, sagt Uta Stevens. Dann müsse man noch etwas Vorlaufzeit für den eigentlichen Umzug einplanen.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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