Kinderporno-Bilder per Whatsapp getauscht: Obercastroper (50) schweigt vor Gericht

dzAmtsgericht Recklinghausen

Schwere Vorwürfe gegen einen 50-jährigen Mann aus Obercastrop: Nach einem mutmaßlichen Kinderpornobilder-Tausch in einem Whatsapp-Chat steht er seit Mittwoch in Recklinghausen vor Gericht.

Recklinghausen/Castrop-Rauxel

, 25.04.2019, 11:35 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft gehen zurück auf das Jahr 2017. Am 11. Februar soll der Angeklagte damals eine Vielzahl von Chats mit einem inzwischen einschlägig verurteilten Kinderporno-Sammler aus Baden-Württemberg geführt haben.

Im Verlaufe des Whatsapp-Dialogs soll zunächst der Chatpartner ein Bild, das den sexuellen Missbrauch eines minderjährigen Mädchens zeigt, aus Süddeutschland ins Ruhrgebiet übermittelt haben. Anschließend soll der Obercastroper eine kinderpornografische Videodatei eingestellt haben, auf der zwei maximal 13-jährige Mädchen nackt sexuell posieren.

Weiterer Vorwurf: Bild über "Google-Plus" hochgeladen

Darüber hinaus geht es in dem Prozess vor dem Amtsgericht in Recklinghausen auch noch um ein bereits 2016 ins Internet eingestelltes Kinderporno-Bild.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 50-Jährige dieses Bild (ein kleines Mädchen mit entblößtem Oberkörper) über den Internet-Anschluss seiner damaligen Partnerin in Oer-Erkenschwick und im Detail über den Dienst „Google Plus“ hochgeladen hat.

Der Angeklagte schweigt

Der Angeklagte wollte sich zum Auftakt zu den Vorwürfen nicht äußern.

Auf die Spur des Obercastropers waren die deutschen Ermittler offenbar nach einem Hinweis aus den USA gestoßen. Dort waren im Internet verbreitete Missbrauchs-Bilder aufgefallen. Über die dazugehörige PC-Adresse (IP) kam es danach zu weiteren Ermittlungen des Bundeskriminalamts (BKA).

Weil der Angeklagte schweigt, müssen nun in einem Folgetermin in einigen Wochen zahlreiche Zeugen, unter anderem BKA-Beamte und möglicherweise auch der verurteilte Kinderporno-Sammler aus dem Whatsapp-Chat, gehört werden.

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