Kinder in Gefahr: Eltern sorgen für Verkehrschaos vor der Marktschule in Ickern

dzMarktplatz Ickern

Eltern, die ihre Kinder bis direkt vor die Marktschule fahren, sollen ein großes Problem am Ickerner Markt sein. Sie sorgen für Verkehrschaos an einer Stelle, wo es ums Kinderwohl geht.

Ickern

, 22.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die CDU Castrop-Rauxel hatte im Betriebsausschuss 1 den Antrag gestellt, die Fahrbahn am Ickerner Markt vor der St.-Antonius-Kirche für den Autoverkehr zur Ickerner Straße wieder freizugeben. Mit dieser Maßnahme wollte die CDU gerade an den beiden Wochenmarkt-Vormittagen für Entzerrung auf dem Marktplatz sorgen.

Doch dann entwickelte sich eine Diskussion, in der es vor allen Dingen um Eltern ging, die ihre KInder mit dem Auto quasi bis in die Schule hinein bringen wollen. „Das ist tatsächlich ein Problem“, gestand denn auch Matthias Hart von der CDU ein.

Elternhaltestellen werden nicht genutzt

Achim Waldert vom Ordnungsamt der Stadt hatte zuvor eindringlich auf dieses Problem hingewiesen: „Die Eltern fahren wirklich bis zum letzten Meter vor die Schule.“ Dabei habe man an der Marktschule, ebenso wie an der Cottenburgschule, den Schulen Alter Garten, Am Hügel, der Wilhelmschule und der Waldschule, eigens dafür bestimmte Elternhaltestellen an der Vincke- und der Heinestraße eingerichtet.

Von hier aus können die Kinder, so die Idee, die letzten Meter bis zur Schule sicher zu Fuß zurücklegen. In einem Flyer, der an die Schulanfänger-Eltern verteilt wird, heißt es zudem: „Sie selbst können einen erheblichen Beitrag zur Verkehrserziehung Ihres Kindes leisten, indem Sie davon Abstand nehmen, Ihr Kind mit dem Pkw zur Schule zu fahren. (...) Sollten Sie dennoch Ihr Kind mit dem Pkw zur Marktschule Ickern fahren, dann bitte nur die speziell ausgewiesenen Hol- und Bringzonen der Elternhaltestellen an der Vinckestraße und der Heinestraße nutzen.“

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Laut Waldert klappt das aber leider überhaupt nicht. Man habe die Eltern sogar noch einmal über die Schule angeschrieben. Ohne sichtbaren Erfolg. Fabian Kaese von der CDU bestätigte, dass sich der Verkehr regelmäßig vor der Marktschule drubbele und viel Verkehr nur über die Kirchstraße abfließe.

Ortstermin soll Klärung bringen

Genau darum stelle man aber nun auch den Antrag auf Öffnung der nördlichen Markt-Fahrbahn hin zur Ickerner Straße. Denn man komme vom Marktplatz derzeit erstens gar nicht mehr in Richtung Ickerner Zentrum weg und sorge mit der jetzigen Verkehrsführung zudem dafür, dass es sich gerade im Bereich vor der Schule balle.

Um eine für alle Seiten sinnvolle Lösung zu finden, soll es nun noch einmal einen Ortstermin auf dem Ickerner Markt geben. Bei dem sollen sowohl Ordnungsamt als auch der EUV als Marktbetreiber, die Polizei, die Politik, die Marktbeschicker und auch die Schulleitung der Marktschule eingebunden werden.

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