Impfzentrum Recklinghausen

Keine Termine für Erstimpfungen im Juni

Der Impfstoff ist nach Angaben des Landes NRW knapp. Zumindest die Zweitimpfungen sollen gesichert sein. Der Kreis Recklinghausen rechnet mit Enttäuschung und Verärgerung der Bürger.
Im Impfzentrum Recklinghausen werden aktuell nur Termine für Zweitimpfungen umgesetzt. © Meike Holz

Am 7. Juni fällt die Impfpriorisierung in NRW, dann kann jeder Bürger einen Impftermin vereinbaren, ohne dass ein Nachweis für eine Berechtigung benötigt wird. So zumindest die Theorie. In der Praxis hat das Land den Kommunen mitgeteilt, dass der Impfstoff im Juni so knapp ist, dass voraussichtlich keine Erstimpfungen möglich sind und somit auch keine neuen Termine in den Impfzentren vergeben werden können. Die Zweitimpfungen sollen wie geplant stattfinden.

Die letzten Erstimpftermine wurden Anfang Mai vergeben

„Mehr als unglücklich“ nennt der Leiter des Recklinghäuser Impfzentrums, Patrick Hundt, diese Situation. Er rechnet mit Enttäuschung und Verärgerung der Bürger. Den Frust würden sein Team sowie die Mitarbeiter an der Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung abbekommen, die für die Terminvereinbarung zuständig ist. Die letzten Erstimpftermine hatte der Kreis Anfang Mai vergeben können. „Und das waren nicht so viele, dass alle zu diesem Zeitpunkt berechtigten Personen einen Termin hätten bekommen können. Die Wut ist bereits jetzt mit Blick auf die Öffnung für jedermann bei diesen Menschen groß. Und das kann ich auch gut nachvollziehen“, betont Hundt.

Der Leiter des Impfzentrums hebt hervor, dass der Terminmangel nicht an der Arbeit des Kreises oder des Impfzentrums liege. „Wir wären gerne bereit, unser Impfzentrum wieder voll auszulasten und mobile Impfungen zu organisieren“, betont Patrick Hundt. Grundlage dafür bleibe aber immer die Lieferung von ausreichend Impfstoff durch das Land.

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