Karneval wird nicht gefeiert. Schüler haben Rosenmontag trotzdem frei. © dpa
Coronavirus

Kein Karneval: Schul-Unterricht fällt Rosenmontag trotzdem aus

Karneval gefeiert wird nicht. Wenn am Rosenmontag der aktuelle Lockdown vorbei ist, wird in den Schulen trotzdem nicht unterrichtet. Viele Eltern sind verärgert. Es gibt aber gute Gründe.

Werden Schüler nach dem Ende des aktuellen Lockdowns wieder in den Schulen unterrichtet? Endet der Lockdown wie geplant am 14. Februar? Das steht noch nicht fest. Eines ist aber klar: Die Schüler in Castrop-Rauxel haben am Rosenmontag und Veilchendienstag frei. Auch einen Distanzunterricht wird es dann nicht geben.

Die beiden Karnevalstage sind traditionell zwei der vier beweglichen Ferientage im Schuljahr. „Bislang hat keine Schule gemeldet, dass sie von der Regelung zu Rosenmontag und Veilchendienstag abweicht“, sagt Stadtpressesprecherin Nicole Fulgenzi auf Anfrage zu den Grundschulen und weiterführenden Schulen der Stadt. Nur zum Berufskolleg kann sie sich nicht äußern. Das wird vom Kreis getragen, Damit haben die 7009 Schülerinnen und Schüler in Castrop-Rauxel an diesen beiden Tagen schulfrei wie in jedem Jahr.

Über die beweglichen Ferientage entscheidet die Schulkonferenz jeder Schule in Einvernehmen mit dem Schulträger. Und das bereits vor Beginn der Sommerferien für das jeweils folgende Schuljahr. Für eine Abweichung, so Nicole Fulgenzi, wäre ein erneuter Beschluss der Schulkonferenz notwendig. All das wäre in der Coronazeit nicht einfach umzusetzen.

Für Eltern können zwei weitere freie Tage eine Belastung bedeuten

Weil seit Mitte Dezember die meisten Schüler im Homeschooling sind, liegen die Nerven vieler Eltern blank. Auch zwei weitere Tage, für die sie die Betreuung regeln müssen, bedeuten ein Problem. Jeder Unterrichtstag zähle, auch das ist ein Argument von Eltern und Elternverbänden. Schließlich waren schon die Weihnachtsferien verlängert.

Joachim Höck, Leiter des Adalbert-Stifter-Gymnasiums, kennt diese Argumente. „Ich kann sie gut verstehen“, sagt er. Aber auch an seiner Schule wird es aller Voraussicht nach bei den beweglichen Ferientagen bleiben, auch wenn er am Montag noch einmal in der Schulleitung darüber reden will.

„Ich verstehe auch die Lehrer, die sagen, dass ihnen die zwei Tage nach der anstrengenden Zeit des Distanzlernen gut tun“, sagt Joachim Höck. Und die Zeit bis Ostern sei schließlich für Lehrer und Schüler noch lang.

Schulen brauchen Zeit zur Vorbereitung auf Wechselunterricht

Aber es gibt noch einen wichtigen Grund, die beweglichen Ferientage beizubehalten. „Vor Mitte kommender Woche werden wir nicht erfahren, wie es weitergeht“, sagt der ASG-Schulleiter.

Möglich ist in der darauffolgenden Woche eine Umstellung auf Wechselunterricht. „Wir brauchen Zeit, um das inhaltlich und organisatorisch vorzubereiten“, sagt Joachim Höck. Für die Lehrer bedeuten die beweglichen Ferientage also nicht automatisch freie Zeit.

Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi verweist hier auf das NRW-Schulministerium: „Es greift nicht in die Ferienregelung der Schulen ein. Betont wird seitens des Ministeriums, dass die Lehrkräfte keine Dienstbefreiung für diese Brauchtumstage haben, sondern dies Teil der Urlaubs- bzw. Ferienregelung ist.“

Betreuung für Kinder wird geklärt

Noch nicht geklärt ist zumindest am Adalbert-Stifter-Gymnasium, wie die Betreuung von Kindern an den beiden Ferientagen aussieht, deren Eltern darauf angewiesen sind. Das werde in der kommenden Woche besprochen.

An vielen Grundschulen wie beispielsweise der Marktschule in Ickern wurde der Betreuungsbedarf für Rosenmontag und Veilchendienstag bei den Eltern abgefragt, da dafür eine Anmeldung notwendig ist.

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Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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