Kauder schwört CDU auf Wahl ein

Bundestagswahlkampf

CASTROP-RAUXEL Mit einer energischen Rede stimmte Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, die Castrop-Rauxeler Christdemokraten im voll besetzten Rittersaal des Hotels Goldschmieding auf den Bundestagswahlkampf ein.

von Von Peter Wulle

, 21.08.2009, 20:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Als Fan der Rockgruppe Queen redet der 59-jährige CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder auch gerne kraftvoll.

Als Fan der Rockgruppe Queen redet der 59-jährige CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder auch gerne kraftvoll.

"Wir werden unsere Probleme nur mit Wachstum lösen. Und von Wachstum verstehen die Sozialdemokraten gar nichts", tönte Kauder unter großem Applaus. Die Sozis seien die Umverteiler, die Christdemokraten die Wachstumstreiber.

Deutlich kritisierte Kauder den Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD), der ja vor wenigen Tagen auch in Castrop-Rauxel zu Gast war. "Es gibt kein Politikfeld, das verlogener ist als die Energiepolitik", so Kauder und erklärte: "Wenn ein Kernkraftwerk nicht sicher ist, hat Gabriel es zu schließen. Die sollen ihre Arbeit machen im Umweltministerium und nicht mit dummen Sprüchen die Bürger verunsichern."

Mit Kauder kritisierte auch der CDU-Landratskandidat Josef Hovenjürgen das vermeintlich platte und nicht ernst zu nehmende Versprechen von SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier, vier Millionen Arbeitsplätze zu schaffen. "Der hiesige SPD-Politiker Schwabe, der ein rot-rotes Bündnis schmiedet, zeigt deutlich, dass Steinmeiers Plan scheitern muss. Hier sind Schwabe und die SPD nicht bereit, Infrastruktur zu schaffen und mit dem newPark Arbeitsplätze in die Region zu holen", machte Hovenjürgen noch ein Stück Kommunalwahlkampf.Rettungsschirm für Banken

Zuvor hatte Kauder noch verdeutlich, wie richtig es gewesen sei, einen Rettungsschirm für die Banken zu spannen. "Wenn die USA noch einmal mit der Situation der Lehman Brothers zu tun hätte, sie würde die Bank nicht wieder in Konkurs schicken", so Kauder. "Und, wenn wir die HRE nicht so gestützt hätten", fuhr er fort, "würden sie alle nicht so ruhig hier sitzen."

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