Krankenhaus-Verbund

Kartellamt: Grünes Licht für Zusammenschluss katholischer Krankenhäuser

Die katholischen Kliniken in Dortmund, Castrop-Rauxel, Lünen, Schwerte und Werne fusionieren. Das Bundeskartellamt erlaubte am Montag den Klinikverbund.
Das Schild des Bundeskartellamtes in Bonn. © picture alliance/dpa

Zehn Krankenhausstandorte (3400 Betten), vier Altenheime (400 Plätze) und eine Jugendhilfeeinrichtung (175 Plätze) in Dortmund, Castrop-Rauxel, Lünen, Schwerte und Werne werden künftig unter einem Dach vertrieben.

Mit ihrem Zusammenschluss wollen die vier katholischen Träger mit Standorten in fünf Städten auch bundesweit eine Rolle spielen. Nachdem das Kartellamt der Fusion jetzt zugestimmt hat, können die Verhandlungen beginnen.

9000 Mitarbeiter und 800 Millionen Euro Umsatz

In dem geplanten Gesundheitsverbund sind rund 9000 Mitarbeiter beschäftigt, die einen Jahresumsatz von über 800 Millionen Euro erwirtschaften. Die vier Partner sind die Katholische St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund, Katholische St.-Lukas-Gesellschaft Dortmund, das Marienkrankenhaus Schwerte und die Katholische Kliniken Lünen-Werne GmbH.

Diese Kliniken sind dabei

Die Gesellschaften betreiben folgende Krankenhäuser:

Dortmund

  • Johannes Hospital
  • St.-Elisabeth-Krankenhaus in Kurl
  • Marienhospital in Hombruch
  • St.-Josefs-Hospital in Hörde
  • Katholisches Krankenhaus Dortmund-West in Kirchlinde

Werne

  • St.-Christophorus-Krankenhaus

Lünen

  • St.-Marien-Hospital

Schwerte

  • Marienkrankenhaus Schwerte mit seinen zwei Standorten

Castrop-Rauxel

  • Rochus-Hospital

Außerdem sind im Verbund noch vier Altenheime, nämlich St. Elisabeth, Christinenstift und Josefinenstift sowie St. Lambertus mit insgesamt 400 Plätzen und eine Jugendhilfeeinrichtung.

Bis 2021 sollen Fusionsgespräche abgeschlossen sein

„Unser Ziel ist es, mit einem Verbund unsere Stärken zu bündeln und die Versorgung der Patienten in unseren Krankenhäusern und der Bewohner im Altenpflege- und Jugendhilfebereich zu sichern“, erklärt Klaus Bathen, Geschäftsführer der St.-Johannes-Gesellschaft.

Von Intensivmedizin bis zur Geriatrie reichen die Angebote im katholischen Klinikverbund, der jetzt genehmigt wurde. © Heiko Mühlbauer © Heiko Mühlbauer

In einer gemeinsamen Presseerklärung gaben die Träger die Zustimmung der Bundesbehörde am Montagvormittag (23.11.) bekannt.

Der Zusammenschluss ist auch als Reaktion auf Forderungen aus dem Gesundheitsministerium nach größeren Einheiten gedacht. Die Verhandlungen über die konkrete Ausgestaltung des Verbundes sollen bis Ende Frühjahr 2021 abgeschlossen sein.

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