Jagd im Grutholz: Nutzerin wundert sich über fehlende Vorwarnung

Grutholz

Beim Spaziergang in eine Treibjagd laufen ist nicht gerade verlockend. Doch im Grutholz wiesen am Samstag wohl keine Schilder auf die Jagd hin. Der Revierförster erklärt, ob das erlaubt ist.

Deininghausen

, 06.01.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jagd im Grutholz: Nutzerin wundert sich über fehlende Vorwarnung

Liegt eine viel befahrene Straße auf dem Gebiet einer Treibjagd, müssen Schilder darauf hinweisen (wie hier im Münsterland). © Günther Goldstein (A)

Wer einen Wochenendspaziergang im Wald unternimmt, möchte ungern in eine Treibjagd geraten. So wunderte sich eine Castrop-Rauxelerin, dass am Samstag (4. Januar) im Naherholungsgebiet Grutholz in Deininghausen keine Schilder darauf hinwiesen, dass dort eine Treibjagd stattfindet. Bei Facebook warnte sie andere Nutzer.

Keine Pflicht zur Ankündigung

Doch der Jagd-Pächter, der einmal im Jahr im Grutholz eine solche Treibjagd zur Reduzierung des Wildbestands durchführt, ist nicht verpflichtet, mit Schildern auf die Jagd hinzuweisen. Auch ankündigen müsse er sie nicht, sagt Matthias Klar, Revierförster vom Regionalverband Ruhr (RVR) und zuständig für das Grutholz.

„Es ist ein zweischneidiges Schwert“, weiß Matthias Klar. Auf der einen Seite wäre es ein Service, die Spaziergänger in einem Naherholungsgebiet auf eine Treibjagd hinzuweisen. Auf der anderen Seite könne das Jagdgegner anlocken, die die Jagd stören könnten. Es sei aber dem Pächter überlassen, wie oft er eine Treibjagd abhält und wie und ob er darauf hinweist.

Schilder nur an größeren Straßen

Klar empfiehlt Jagdpächtern, zumindest das Ordnungsamt und die Polizei über eine anstehende Treibjagd zu Informieren, damit die auch eventuelle Anrufe reagieren können.

Anders verhalte es sich, wenn stark befahrene Straßen durch das betroffene Waldgebiet führen. Dann seien Schilder vorgeschrieben, die vor der Jagd warnen, erklärt der Revierförster.

Lesen Sie jetzt

50 Jahre Wildgehege Grutholz: Anlass für eine große Party? Ganz und gar nicht: Der Förderverein feierte das am Samstag ganz anders. Ganz natürlich. Er bekam viel, viel lobende Worte ab. Von Ursula Bläss

Lesen Sie jetzt