Vierhaus‘ Scheune, die am Samstag, 20. März, eröffnet wird, ist Frohlindes erster Bauernladen. © privat
Einkaufen beim Bauern

In Frohlindes erstem Hofladen gibt es jetzt Rind- und Wildspezialitäten

Der Trend zu regionalen und frischen Produkten hat nun auch Frohlinde erreicht. Im Castrop-Rauxeler Stadtteil eröffnet am Wochenende der erste Hofladen. Bezahlt wird auf Vertrauensbasis.

Ickern hat einen, Deininghausen und Henrichenburg sogar jeweils zwei. Jetzt bekommt auch Frohlinde seinen ersten Hofladen. Denn frische und regionale Produkte liegen auch in Castrop-Rauxel im Trend. Nichts symbolisiert regionalen Anbau und frische Produkte so gut wie die Erzeugnisse heimischer Bauern.

Das hat auch Roman Vierhaus gemerkt. „Die Nachfrage nach unseren Produkten ist in letzter Zeit derart gestiegen, dass wir es als logische Konsequenz ansahen, einen kleinen Hofladen zu eröffnen“, erklärt der Castrop-Rauxeler Landwirt vom Gut Frohlinde.

Burger-Patties und Bratwürste vor Ort erwerbbar

Bisher habe er seine Burger-Patties und Bratwürste an Zwischenhändler verkauft, ab Samstag (20. März) haben Kunden nun die Möglichkeit, direkt an der Dorfstraße 7 Rind- und Wildspezialitäten zu erwerben. Dabei setzt Vierhaus nicht nur auf Regionalität, sondern auch auf Saisonalität.

„Natürlich wird man bei uns auch seine marinierten Grillsteaks bekommen, aber erst, wenn die Grillsaison richtig startet. Wir wollen je nach Saison etwas anderes anbieten “, erklärt er. So soll es im Herbst oder Winter auch Gulasch geben.

Kleiner Laden mit großem Sortiment

Fleischspezialitäten sind aber noch lange nicht die einzigen Produkte, die in Frohlindes erstem Hofladen angeboten werden sollen. Es gibt auch Milchprodukte und frische Eier von anderen Höfen der Umgebung. Besonders freut sich Vierhaus darüber, Frohlinder Honig anbieten zu können: „Ich bin über die sozialen Medien darauf aufmerksam geworden, dass es hier ganz in der Nähe einen Imker gibt.“

Wer nicht so gerne Rind und Wild mag, soll laut Vierhaus in seiner Scheune ebenfalls fündig werden. „Es ist uns vollständig klar, dass die beiden Sorten nicht jeden Geschmack treffen. Deshalb werden wir auch Schweinefleisch und Geflügel aus der Region anbieten“, sagt der Landwirt.

Automaten statt Bedienung

Nur auf eine Bedienung muss der Kunde in der Vierhaus‘ Scheune verzichten. Im Verkaufsraum ist die Ware in Automaten platziert, abgerechnet wird dabei auf Vertrauensbasis. „Wir schauen uns an, wie die Leute die Vertrauenskasse annehmen werden. Ich bin aber optimistisch“, sagt Vierhaus.

Bei dem Gedanken, den Zuwachs auf seinem Hof direkt alleine laufen zu lassen, wird Vierhaus jedoch doch etwas mulmig: „Das ist immer noch Technik und die kann auch manchmal nicht so funktionieren, wie man es will.“ Der Castrop-Rauxeler wird deshalb zumindest am Eröffnungstag permanent vor Ort sein.

Auf Dauer soll sich der Hofladen mit Selbstbedienung dann aber schon in einen großen Hofladen mit Frischetheke und Bedienung verwandeln. „Das wäre schon ein kleiner Traum von mir“, erzählt Vierhaus. „Aber jetzt schauen wir erst einmal, wie unsere Scheune überhaupt angenommen wird.“

Über den Autor
Volontär
Geboren in Dorsten, nach kurzem studienbedingten Besuch im Rheinland jetzt wieder in der Region. Hat Literatur- und Theaterwissenschaften studiert, findet aber, dass sich die wirklich interessanten Geschichten auf der Straße und nicht zwischen zwei Buchdeckeln finden lassen.
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Kevin Kallenbach

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