In der Panik um eine unerträgliche Allergie ging alte Frau erst zum Arzt statt zur Polizei

Fahrerflucht

Der Arzttermin drängte, die Allergie war für die 84-Jährige unerträglich. Da rummste es leicht in der Tiefgarage. Sie ging zum Arzt und wollte sich später kümmern. Ergebnis: Fahrerflucht.

Castrop

, 27.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Die 84-Jährige war froh, kurzfristig einen Termin beim Hautarzt ergattert zu haben. Die Allergie verursachte ein starkes Augenbrennen. Da geschah es. Beim Einparken in der Tiefgarage des Einkaufszentrums Widumer Platz touchierte sie einen anderes Auto. „Ich habe nur ein leichtes Knatschen gehört“, sagte sie. Habe ihr Fahrzeug kurz begutachtet und nur ein paar kleine, weiße Schleifspuren registriert.

Dann sei sie zum Arzt. Panik, den Termin zu versäumen, kein Handy dabei - das trug wohl zu folgenschweren Fehlentscheidung bei. Denn sie beging damit Fahrerflucht.

Polizei stand abends vor der Haustür

Zurück auf dem Parkdeck, prangte ein Zettel an ihrem Wagen, dass die Polizei bereits informiert sei. Die stand dann auch am Abend vor ihrer Haustür. Denn das beteiligte Auto hatte mehr als ein paar kleine Schleifspuren abbekommen. 1850 Euro Schaden standen im Raum.

Die Summe hat die Versicherung der Angeklagten bereits bezahlt. Das und die Tatsache, dass sie ihr Auto an der Unfallstelle stehen ließ, trugen zu einem milden Straf-Ergebnis bei. Der Richter stellte das Verfahren gegen Zahlung von 600 Euro an ein Kinderhospiz ein. „Das zahle ich gern“, so die Angeklagte, froh, wieder durchstarten zu können.

Lesen Sie jetzt