Die Kitas bieten gerade landesweit nur eine Notbetreuung an. Deshalb werden für den Januar keine Gebühren fällig - das gilt auch für Schwerte. © picture alliance/dpa
Kinderbetreuung

Hunderte Betreuungsplätze werden im Sommer frei: Kita-Platzvergabe beginnt

Die Vergabe der Kita-Plätze fürs Jahr 2021/22 beginnt am Freitag. Viele Castrop-Rauxeler Eltern hoffen auf eine Zusage per Mail. Doch über wie viele Plätze reden wir? Reichen sie für den Bedarf?

Viele Eltern fiebern auf diesen Tag hin, dabei ist es gar nicht nur ein einzelner Tag, der entscheidet: Freitag, 15. Januar 2021, ist der Tag, an dem sie hoffen, eine Mail im Postfach zu haben mit einer Zusage für einen Kita-Platz in Castrop-Rauxel. Erst in den kommenden Wochen aber entscheidet sich für Familien, wie es ab Sommer für sie in Sachen Kinderbetreuung weitergeht.

Insgesamt stehen in den Castrop-Rauxeler Kitas nach Angaben der Stadtverwaltung aktuell 2342 Plätze zur Verfügung, die auch belegt sind und werden. Im Sommer verlassen voraussichtlich 596 Kinder eine Kindertagesstätte, da sie bis 30. September 2021 sechs Jahre alt werden bzw. sind. „Mögliche Schulrückstellungen sind hier noch nicht berücksichtigt“, sagt Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann.

Demgegenüber stehen 427 Kinder, die dann drei Jahre alt sind oder werden und zu einem Großteil die frei werdenden Ü3-Plätze belegen. Damit werden in erster Linie Plätze für U3- und U2-Kinder frei. Hinzu kommen 85 Plätze in der Kindertagespflege, die zum 1. August frei werden.

Zusagen können auch bis zum 28. Februar dauern

Zusagen an Eltern für Betreuungsplätze werden zwischen dem 15. Januar und dem 28. Februar verschickt. Absagen kommen erst ab dem 1. März. Direkt mit einer Absage erhalten die betroffenen Familien einen Vordruck für eine sogenannte Bedarfsanzeige, mit der sie ihren weiterhin bestehenden Bedarf für einen Kitaplatz bei der Stadtverwaltung anmelden können. Diese Kinder werden auf eine Warteliste gesetzt. Für sie würde dann nach einem Platz in einer möglichst wohnortnahen Einrichtung gesucht.

Wie viele Anmeldungen für das neue Kita-Jahr vorliegen, kann die Stadtverwaltung derzeit nicht herausfiltern. Denn in der Gesamtzahl der im Kita-Navigator registrierten Kinder sind nicht nur die Anmeldungen für 2021/22 enthalten, sondern etwa auch die Kinder, die bereits einen Platz haben, wo es Wechselwünsche gab oder Kinder, die keinen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben. Vor März könne man keine aussagefähige Zahl ermitteln, sagt Maresa Hilleringmann.

Neue Plätze sind in der vergangenen Zeit entstanden

In den vergangenen Jahren gelang es letztlich bis Sommer stets, den Bedarf weitgehend zu erfüllen, auch wenn es zunächst so schien, als wären zu wenig Plätze da. Das liegt auch daran, dass in den vergangenen Jahren nach und nach neue Betreuungsplätze entstanden sind. Über Tagesmütter und teilweise ermöglichte Überbelegungen konnte man stets irgendwie Abhilfe schaffen.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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