Hundeplatz am Fuß des Kraftwerkes

DEININGHAUSEN Astrid, Bully und Blacky sind glücklich. Endlich ein Platz zum leinenlosen Toben. Das Tierheim Castrop-Rauxel hat seit Donnerstag einen eigenen Hundeplatz – am Fuße des E.ON-Kraftwerks an der Oststraße.

von Von Christoph Witte

, 24.07.2008, 13:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

„So ein Platz stand auf unserer Wunschliste schon lange ganz oben“, freut sich Roswitha Heise, 2. Vorsitzende des Tierschutzvereins. Denn Tierheimhunde dürfen nicht einfach auf öffentliche oder private Hundeplätze. „Sie sind ja im Prinzip ohne Besitzer. Wenn dann mal etwas passieren sollte, gibt das ein großes Hickhack mit den Versicherungen“, erklärt Roswitha Heise.Baumschredder soll noch kommen

Noch befindet sich das 1800 qm große Areal in der Aufbauphase. Die ersten Hindernisse für die Hunde stehen schon, auch ein Kriechtunnel und ein Planschbecken sind bereits nutzbar. „Alles selbst gezimmert oder gesponsert“, sagt Roswitha Heise. „Das Tierheim hat überhaupt keine Kosten.“ Auch die 170 Euro Pachtgebühr im Jahr sind durch Spenden gedeckt. Was noch fehlt ist ein hundegerechter Untergrund. Teilweise liegt nur schwarzglänzender Splitt auf dem Boden. Doch auch in diesem Punkt kann Roswitha Heise Erfolg vermelden: „Die Firma Breddemann aus Waltrop hat uns zugesichert, Baumschredder für den Boden zur Verfügung zu stellen.“

Bürgermeister Johannes Beisenherz, selbst Hundebesitzer, verschaffte sich am Donnerstag einen ersten Eindruck von der Anlage und war sehr angetan: „So ein Hundeplatz schwebt mir in öffentlicher Form auch in Ickern vor.“ auf Ickern I/II soll es schon in Bälde einen umzäunten Auslauf für Hunde geben. „Es gibt dort in der Bevölkerung ein starkes Interesse an so einem Platz“, sagt Beisenherz, „das möchte ich gerne befördern.“

Die ersten Hürden sind bereits genommen. Der Birkenbestand auf dem anvisierten Gelände gilt nicht als Wald, könnte also gefällt werden. „Aber auch sonst gibt es natürlich zahlreiche Verordnungen. Es muss klar sein, dass so ein Hundeplatz nicht als Hundeklo missbraucht werden darf“, appelliert der Bürgermeister an die Vernunft der Hundebesitzer. Am Donnerstag galt Johannes Beisenherz‘ Aufmerksamkeit aber vor allem dem Labradormix Astrid. Er übernahm die Patenschaft für die neun Jahre alte Hündin. „Ich hatte vorher die Doro als Patenhündin, aber die ist inzwischen vermittelt worden. Jetzt übertrage ich die Patenschaft an Astrid.“

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