Hundebesitzerin und Nachbarn wehren sich: „Der Mann mag keine Tiere, keine Kinder“

dzNachbarschaftsstreit

Die Hundebesitzerin, die ein Nachbar für das Kleffen an der Obersten Vöhde ausgemacht hat, wehrt sich vehement. „Unsere Hunde sind es nicht,“ sagt sie. Es gibt einen einfachen Grund dafür.

Dorf Rauxel

, 14.09.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Manuela Hinkelmann ist stocksauer - und aufgeregt. „Das ist Verleumdung, was der Mann hier betreibt“, sagt die 52-Jährige beim Besuch unserer Redaktion.

Sie ist die Mieterin in der Wohnanlage Oberste Vöhde, deren Wohnung Reiner Simon als die identifiziert hat, aus der ständig Hundegebell komme, das die Nachbarn an der Wilhelmstraße in Dorf Rauxel tierisch nerve. Und deshalb das Ordnungsamt eingeschaltet hatte und unsere Zeitung.

„Unsere Hunde sind es nicht, die kleffen“, sagt Manuela Hinkelmann. Und ohnehin, pflichtet ihr ihre Tochter Sabrina Marschke bei, könnten die Welpen, die jetzt 13 Wochen alt seien, den ganzen Sommer wohl kaum wirklich gebellt haben.

Ein Video mit einem bellenden Hund in einem anderen Garten

Auch Sabrina Marschke wohnt an der Obersten Vöhde, ihre jüngere Schwester dort noch bei der Mutter. Sie zeigt uns ein Video als Beweis - mit fröhlich und friedlich herumtollenden Welpen - und einem kleffenden Hund in einem anderen Garten der Wohnanlage.

„Der Mann mag keine Tiere, keine Kinder, ist ein Hundehasser und ein Stalker“, schimpft Anna Diedrichs, ebenfalls wohnhaft in der Obersten Vöhde und zu Gast in unserer Redaktion.

Anzeige gegen Unbekannt erstattet

Von Reiner Simon, sagt Manuela Hinkelmann, habe sie bis dato nicht einmal den Namen gekannt. Allerdings habe sie bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet, nachdem sie bei der Mietersprechstunde auf den ihr unbekannten Nachbarn getroffen sei. Und der sie offensichtlich bei der Wohnverwaltung habe anschwärzen wollen.

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Zur Mietersprechstunde sei sie gegangen, weil ihr eine Nachbarin geschrieben habe, dass der Beschwerdeführer von seinem Garten aus auf ihre Wohnung gezeigt habe. „Der Mann hat mich vorher auch nicht auf sein Problem angesprochen“, sagt sie. Beim Gespräch mit der Hausverwaltung habe sie ihre Sicht der Dinge geschildert. Stand jetzt sei, dass drei der sieben Welpen bereits vermittelt seien. „Wir arbeiten ja auch daran, dass sie in liebevolle Hände kommen“, verdeutlicht sie.

Erwachsene Hunde gehören dem getrennt lebenden Mann

Die Welpen seien Ergebnis eines „Unfalls“ gewesen. Als Max, ein Schäferhund/Labrador-Mix, und Hailie, ein Mischling mit nicht näher zu bestimmendem Stammbaum, distanzlos aufeinander trafen.

Wobei grundsätzlich zwei der erwachsenen Hunde ihrem von ihr eigentlich getrennt lebenden Mann gehörten, der sich jetzt aber gemeinsam mit um die Welpen kümmere. Die sind schwarz, sehen aus wie ein Labrador-Mix. „Und die Veterinärin, die bei uns war, hat gesagt, ich sollte versuchen, sie schnellstmöglich zu vermitteln“, sagt Manuela Hinkelmann.

Von einer bestimmten Frist dafür sei ihr nichts bekannt. Die Stadtverwaltung hatte auf Anfrage unserer Redaktion mitgeteilt, es sei ihr - wie in diesen Fällen üblich - eine Frist gesetzt worden und es würde nachkontrolliert.

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