Hubschrauber nervt die Anwohner

Dienstag letzter Einsatz

Ickerner, die an der Stadtgrenze zu Waltrop wohnen, sind genervt: In der vergangenen Woche flogen Hubschrauber an mehreren Tagen tief über ihren Köpfen. Er ist für Vögel im Einsatz.

ICKERN

von Von Markus Weßling

, 20.08.2013, 02:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Arbeiten hätten am Donnerstag begonnen und sollen nun zügig beendet werden. „Sofern die Witterungsbedingungen gut sind“, sagt Preuß, „werden die Arbeiten am Dienstag abgeschlossen. Bei schlechten Wetter müssen sie verschoben werden. Ob geflogen werden kann, entscheidet am Tag der Pilot des Hubschraubers. Darauf hat Amprion keinen Einfluss.“ Zum Zweck des Vogelschutzes werden Lamellen angebracht. „Nicht jede Vogelart kann sie ohne Weiteres erkennen, deshalb sind sie in Absprache mit den Naturschutz-Verbänden beim Bau der Leitung anmontiert worden“, sagte Preuß. Beim turnusmäßigen Überfliegen der Leitung würden Schäden erfasst und dann abgearbeitet. Das betrifft nun die Lamellen.

Vor allem Schwäne, Gänse, Watvögel, Kraniche und Störche sehen die Leiterseile oft nicht rechtzeitig und fliegen mit hoher Geschwindigkeit in die Leitungen. Der Naturschutzverband Nabu nennt das Anbringen von Vogelschutzmarkierungen an den dünnen Erdseilen als eine seiner Forderungen zum besseren Schutz der Tiere. Dabei favorisieren die Naturschützer den Typ „Lamelle“. In Abhängigkeit von Markierungsabständen und betroffenen Arten habe sich in Vergleichsstudien gezeigt, dass die Lamellen eine Wirksamkeit von 55 bis über 90 Prozent erreichen. Markus Weßling

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