Hintergrund: Ochsenfrösche

Ochsenfrosch-Alarm im Erin Park - Warum der "Rana cateisbaiana" als Gefahr für die Tierwelt gilt und wo er auftaucht.

16.07.2008, 17:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf dem Archivfoto vom 14.10.2001 ist ein lebender Ochsenfrosch im Karlsruher Naturkundemuseum zu sehen. Der Ochsenfrosch kommt ursprünglich in Nordamerika vor. In Europa ist er an einigen Stellen eingebürgert worden. Eine der wenigen bundesdeutschen Reproduktionen ist im Landkreisgebiet nördlich von Karlsruhe in mehreren Gewässern feststellbar. Am Montag (29.04.2002) wird von der Landesanstalt für Umweltschutz (LFU) und dem Landratsamt Karlsruhe eine Informationsveranstaltung zum Thema Ochsenfrosch im Landkreis Karlsuhe stattfinden. dpa/lsw (zu dpa lsw vom 29.04.2002)

Auf dem Archivfoto vom 14.10.2001 ist ein lebender Ochsenfrosch im Karlsruher Naturkundemuseum zu sehen. Der Ochsenfrosch kommt ursprünglich in Nordamerika vor. In Europa ist er an einigen Stellen eingebürgert worden. Eine der wenigen bundesdeutschen Reproduktionen ist im Landkreisgebiet nördlich von Karlsruhe in mehreren Gewässern feststellbar. Am Montag (29.04.2002) wird von der Landesanstalt für Umweltschutz (LFU) und dem Landratsamt Karlsruhe eine Informationsveranstaltung zum Thema Ochsenfrosch im Landkreis Karlsuhe stattfinden. dpa/lsw (zu dpa lsw vom 29.04.2002)

Die natürliche Heimat des Ochsenfrosch liegt in Nordamerika. In anderen Regionen taucht er als so genanntes "Neozoon" nur auf, wenn er von Menschen künstlich gezüchtet wird. So wurden Populationen in  Deutschland, England, Frankreich, Belgien, Griechenland und Italien beobachtet. Vielfach diente die Zucht der Befriedigung von Feinschmecker-Ansprüchen: Wegen seiner kräftigen Schenkel gilt das Tier als Delikatesse. Doch auch im Tierhandel wurden über einige Jahre Kaulquappen für Gartenteiche verkauft. Wegen dem beeindruckenden Erscheinungsbild gibt es in den USA und Europa geradezu "Frosch-Fans", die viel Geld für besondere Exemplare zahlen.In Deutschland zuletzt am Rhein und in Norddeutschland aufgetaucht In Deutschland siedelten sich Ochsenfrösche bisher vor  allem in den Altrheinauen der Oberrheinischen Tiefebene bei Karlsruhe an. Dort machte die Fresswut des nordamerikanischen "Bullfrog" im Jahr 2003 Schlagzeilen. Auch nahe Bonn und in Norddeutschland pflanzte sich die Frosch-Art fort. Die Weibchen legen bis zu 20 000 Eier. Bis die Tiere ausgewachsen sind, dauert es mit drei Jahren jedoch ungewöhnlich lange.Räuber und Nahrungskonkurrent Als Räuber und Nahrungskonkurrent ist der Ochsenfrosch vor allem für andere Amphibienarten in seinem Territorium gefährlich. Da seine Geschmacksnerven aber wenig ausgeprägt sind, frisst er alles, was er aufgrund seiner Größe überwältigen kann. Dies erklärt die Sorge von Wasserschützern und Anglern,

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