Herausforderung für Piloten: Hubschrauber von 29. Juli bis 2. August über Castrop-Rauxel

Stromleitungs-Kontrolle

Amprion prüft in den kommenden Wochen ihre Stromleitungen über der Region. Das geschieht vom 29. Juli bis 2. August aus dem Helikopter heraus – eine Herausforderung für die Piloten.

27.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Herausforderung für Piloten: Hubschrauber von 29. Juli bis 2. August über Castrop-Rauxel

Die Stromleitungen werden vom Heli aus kontrolliert. © Oskar Neubauer

Auch in diesem Jahr prüft der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion seine Höchstspannungsfreileitungen (220.000 und 380.000 Volt) vom Hubschrauber aus. Vom 29. Juli bis 2. August sollen die Flüge unter anderem in Castrop-Rauxel stattfinden. Kontrolliert werden 4500 Freileitungsmasten und etwa 1250 Kilometer Freileitungen zwischen Meppen, Wuppertal, Bochum und Ostwestfalen.

Neben dem Piloten der Firma Rotorflug fliegen zwei Amprion-Mitarbeiter mit, die die Kontrolle durchführen.

Mit 20 bis 25 km/h direkt an der Leitung entlang

Für Piloten ist die Leitungsbefliegung eine Herausforderung, da sie in niedriger Flughöhe nahe an die Masten und Leitungen heranfliegen müssen. Bei 20 bis 25 Stundenkilometern kontrollieren die Amprion-Mitarbeiter die Leitungen. Aus der Luft sind viele Schäden leichter erkennbar als vom Boden. Sie suchen nach Seilschäden, defekten Isolatoren oder Schäden am Mastgestänge. Sie achten auf Bäume, die zu nahe an Leitungen heranwachsen, auf Reifenstapel in Mastnähe oder Plastikplanen in den Leitungen.

Die Mängel werden von den Mitarbeitern erfasst. Nach der Rückkehr werden sie ausgewertet und später durch Monteure behoben. Gravierende Mängel wie ein defekter Isolator werden sofort gemeldet und umgehend repariert.

Das sind mögliche Schäden

Seit etwa 30 Jahren werden Freileitungen vom Hubschrauber aus kontrolliert. Es sei eine sinnvolle Ergänzung zur Revision durch Ablaufen der Leitungen und Absteigen der Maste, so Amprion in einer Pressemitteilung. Ein großer Vorteil der Leitungsbefliegung sei, dass Amprion innerhalb weniger Wochen einen Überblick über das vollständige Höchstspannungsnetz erhält.

Die Höchstspannungsfreileitungen werden aber auch regelmäßig durch Amprion-Mitarbeiter abgelaufen und kontrolliert. Hierbei werden Schäden am Mastfuß erfasst. Hierzu zählen etwa verbogene Maststreben oder defekte Fundamente.

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