Hebewerksbrücke wird jetzt sogar noch einmal deutlich später fertig

dzBrückenarbeiten

Von der Hebewerksbrücke gibt es immer noch keine guten Nachrichten. Diesmal lag es an der Taupunkttemperatur, dass die Brücke nicht wie vorgesehen Ende Juli freigegeben werden kann.

Henrichenburg

, 31.07.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit 2017 saniert das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Duisburg-Meiderich die mit einer Spannweite von 44 Metern recht kleine Brücke auf Waltroper Stadtgebiet. Im Mai noch war das WSA zuversichtlich, die Brücke ganz bald für den Verkehr freigeben zu können.

Am 5. Juni hieß es dann, das klappe doch nicht, man werde aber zwischen dem 29. Juni und 5. Juli fertig. Am 26. Juni wurde das korrigiert, eine Verkehrsfreigabe sei von den bauausführenden Firmen nun für Ende Juli ausgewiesen. Die Freigabe hätte also spätestens am Freitag, 31. Juli, erfolgen müssen.

Eine Formulierung im Konjunktiv, denn so kommt es nicht. Es ist nicht so, dass an der Brücke nicht gearbeitet wird, am Donnerstag wurden noch Lastwagen mit heißem Bitumen in Henrichenburg gesichtet. Für eine rechtzeitige Fertigstellung – wenn man von rechtzeitig nach gut drei Jahren überhaupt noch sprechen kann – aber hat es wieder nicht gereicht.

Verzögerung hängt jetzt an der Taupunkttemperatur

Woran liegt das? Laut Duisburger Behörde werden derzeit auf der Hebewerks-Brücke die Asphaltarbeiten ausgeführt. Die zuvor notwendigen Strahl- und Abdichtungsarbeiten seien in der vorletzten Juli-Woche abgeschlossen worden. Dabei hat es, so erfuhren die Kollegen der Waltroper Zeitung, Probleme mit der Taupunkttemperatur gegeben.

Dazu hieß es vom WSA: „Strahlarbeiten und Beschichtungsarbeiten, die in dieser Zeit durchgeführt wurden, sind erst ab circa 5 Grad oberhalb der Taupunkttemperatur und Mindestbauteiltemperaturen möglich. Sie erfordern eine trockene Oberfläche und sind nur ohne Niederschlag während der Ausführung der Arbeiten durchführbar.“

Die Hebewerksbrücke in Henrichenburg ist immer noch gesperrt. Der Abschluss der Bauarbeiten verzögert sich weiter.

Die Hebewerksbrücke in Henrichenburg ist immer noch gesperrt. Der Abschluss der Bauarbeiten verzögert sich weiter. © Tobias Weckenbrock

Nun aber soll es an der Brücke weiter gehen. Allerdings wieder mit einer massiven Verzögerung, wie unsere Redaktion am Freitag (31.7.) von Elena Schäfer aus dem WSA erfuhr. Im Anschluss an die Asphaltarbeiten auf dem Bauwerk, so Elena Schäfer, sollen die restlichen Wegearbeiten vor und hinter dem Überbau ergänzt werden. Daraufhin werde die Schutzeinrichtung auf dem Bauwerk sowie an der Straße montiert.

Elena Schäfer: „Durch die erneute Verzögerung in der Bauausführung in den vergangenen vier Wochen, rückt der Termin für die Verkehrsfreigabe leider in die erste Septemberwoche.“

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Zur Erinnerung: Das WSA hatte im Januar 2017 den Auftrag für den Ersatz des baufälligen Spannbeton-Überbaus der Hebewerksbrücke an die Arbeitsgemeinschaft Wilhelm Scheidt Bauunternehmung und Stahlbau Magdeburg vergeben. Ursprünglich sollte die Sanierung eine Routinesache werden, ein Ende der Arbeiten war schon für Oktober 2017 angepeilt.

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