Der Allgemeinmediziner Michael Greef verabschiedet sich in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Jens Feller. © Abi Schlehenkamp
Ruhestand

Hausarzt Michael Greef geht: „Für mich ist der Arztberuf der schönste“

Michael Greef geht in den Ruhestand. Der Facharzt für Allgemeinmedizin wird im kommenden Jahr 70. Sein Nachfolger in Ickern steht auch schon fest. Greef bedankt sich für das Vertrauen.

Einer der langgedienten Hausärzte in Castrop-Rauxel hat bald fertig. Der Allgemeinmediziner Michael Greef hängt demnächst seinen Arztkittel an den Nagel. Und will ihn im Vertretungsfall nur noch überstreifen, wenn Not am Mann respektive der Frau ist.

Greef, seit 31 Jahren in Castrop-Rauxel als Hausarzt am Ball, macht seine Praxis an der Friedhofstraße in Ickern vor Weihnachten dicht und übergibt sie an seinen Nachfolger.

Zum 1. Januar 2021 übernimmt Jens Feller offiziell die Praxis. Feller selbst verfügt ebenfalls über reichlich Berufserfahrung und ist seit 20 Jahren zusammen mit seinem Bruder Dr. Dirk Feller als Facharzt für Allgemeinmedizin im Ärztehaus am Neuroder Platz auf Schwerin engagiert, praktiziert seit über 30 Jahren als Arzt.

„Aufgabe, Erfüllung und Leidenschaft“

Der ebenso einfache wie plausible Grund für diesen Wechsel: Michael Greef vollendet im kommenden Jahr sein 70. Lebensjahr. „Meine Tätigkeit als Hausarzt war für mich immer Aufgabe, Erfüllung und Leidenschaft“, sagt Greef.

Gleichwohl möchte er sein Alter respektieren und deshalb in den Ruhestand wechseln.

„Für mich ist der Arztberuf der schönste“, fügt Greef hinzu, der seine Patientinnen und Patienten schon früh über den bevorstehenden Wechsel informiert hat. Und dem es ein Herzensanliegen ist, vor allem Danke für das Vertrauen zu sagen. Auch seinen langjährigen Mitarbeiterinnen gegenüber.

Initiator der Notfallpraxis neben dem Rochus

Herzensanliegen waren Michael Greef in den zurückliegenden Jahrzehnten auch noch andere Dinge auf der breiten Skala des menschlich-sozialen Kümmerns. Ende der 90er Jahre wirkte der Allgemeinmediziner federführend als Initiator der Notfallpraxis an der Wittener Straße neben dem Rochus-Hospital mit. Unzählige Castrop-Rauxeler und darüber hinaus haben davon gesundheitlich profitiert.

Greef war auch viele Jahre Sprecher der Castrop-Rauxeler Ärzteschaft. Beim verheerenden Tsunami Weihnachten 2004 in Asien war er Motor und Koordinator des Castrop-Rauxeler Vereins „Castrop-Rauxel hilft den Flutopfern“. Der entfachte binnen kürzester Zeit eine Welle der Hilfsbereitschaft in Castrop-Rauxel, die den Bau eines Waisenhauses im Hambantota auf Sri Lanka ermöglichte.

Noch vor fünf Jahren konnte sich Greef bei einem erneuten Besuch vor Ort persönlich davon überzeugen, dass dieses Hilfsprojekt dank der Spenden aus Castrop-Rauxel noch immer segensreich für die Menschen wirkt. „Wenn mich die Erfahrungen in Asien eins gelehrt haben“, sagt Greef, „dann ist es, Respekt zu zeigen und den Menschen so zu begegnen, dass sie ihr Gesicht wahren können.“

Ein Credo, das dem 69-Jährigen auch während seines langjährigen Engagements als Hausarzt Maxime war. Wie das geduldige Zuhören und das Begegnen auf Augenhöhe mit seinen Patientinnen und Patienten.

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Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen

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