Haus an der Adlerstraße nach Brand vorerst unbewohnbar

dzBrand

In der Nacht hat es in einem Mehrfamilienhaus an der Adlerstraße auf Schwerin so schlimm gebrannt, dass das Haus erst mal unbewohnbar ist. Es wird über einen Böller spekuliert.

Schwerin

, 19.06.2020, 11:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Pina ist froh, dass ihre fünf Ratten heil davon gekommen sind. Und die Katzen von oben auch, sagt die Zehnjährige. Wenige Stunden nach dem verheerenden Brand in einem Vier-Parteien-Haus an der Adlerstraße auf Schwerin riecht es in der Umgebung heftig nach Qualm.

Die Brandsachverständigen der Polizei gehen ihrem Job nach, um die Ursache des Feuers zu ermitteln, das das ganze Haus in einer Reihe von THS-Wohnungen mindestens vorübergehend unbewohnbar gemacht hat.

Der Dachstahl ragt nur noch als kaum vorhandenes Gerippe in den blauen Himmel. Pina wohnt mit ihrer Mutter im Erdgeschoss. Es war mitten in der Nacht, als ihre Mama sie weckte. „Mama sagte, die Polizei habe Bescheid gesagt, dass wir aus dem Haus müssten“, sagt die Schülerin der Cottenburgschule. Sie habe vorher ein Rumpeln über ihr gehört, aber sich nichts dabei gedacht. „Das machen ja sonst die Katzen auch schon mal“, sagt die Zehnjährige.

In der Nachbarschaft wird leise geredet

Untergekommen sind sie erst mal bei ihrem Onkel. Jetzt am Morgen darf die Mutter ein paar dringend benötigte Utensilien aus der Wohnung holen. Decken zum Beispiel. Bis Montag oder Dienstag, sagt ein Polizeibeamter, bleibe das Haus gesperrt. Wenn etwas aus der Wohnung gebraucht werde, sei das Kriminalkommissariat 11 der Polizei der richtige Ansprechpartner.

Pina ist froh, dass ihren fünf kleinen Ratten nichts passiert ist.

Pina ist froh, dass ihren fünf kleinen Ratten nichts passiert ist. © Abi Schlehenkamp

Beim Blick vom Garten auf das Haus wird schnell klar: Auch das Dachgeschoss des Hauses nebenan hat wohl ordentlich Wasser abbekommen und Flammen haben da wohl auch gezüngelt. Die Spiellandschaft hinterm Haus ist verwaist, Fenster stehen zum Teil zum Lüften weit offen. In der Nachbarschaft, in der die Menschen froh sind, dass niemand verletzt worden ist, wird leise geredet.

Vor Kurzem sind viele Autos an der Adlerstraße zerkratzt worden

Es heißt, ein Mann sei unterwegs gewesen und habe zunächst im Nachbarhaus randaliert. Ob er dann tatsächlich nebenan einen Böller gezündet hat? Die Kripo wird es bald genauer wissen.

Eigentlich gilt die Adlerstraße als relativ ruhige Wohngegend, mit schönen Grünflächen hinter den Häusern, auf denen sich auch regelmäßig Grünspechte sehen lassen. Allerdings ist es noch gar nicht lange her, dass jemand nachts serienweise Autos der Anwohner zerkratzte.

Der Garten hinter dem Brandhaus Adlerstraße

Der Garten hinter dem Brandhaus Adlerstraße © Abi Schlehenkamp

Pina geht an diesem Tag nicht zur Schule. „Bei uns in der Wohnung ist ja nicht so viel passiert“, sagt sie.

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