Am Freitag gibt es die Halbjahreszeugnisse in allen Schulen. © picture alliance / Ina Fassbender/dpa
Coronavirus

Halbjahreszeugnisse: Schulen bieten am Freitag viele offene Türen

Fast alle Schüler bleiben in diesen Tagen zu Hause. Das wird sich am Freitag ändern. Für die Halbjahreszeugnisse werden sie in ihren Schulen erwartet – unter ganz bestimmten Vorgaben.

Am Freitag, 29. Januar, endet offiziell das 1. Schulhalbjahr. Es gibt Zeugnisse. Doch wie kommen diese in Zeiten des Lockdowns zu den Schülern? Für die Schulen in Castrop-Rauxel gelten einheitliche Regeln. Unterschiede gibt es nur im Detail.

Für die meisten Schüler wird es am Freitag das erste Mal in diesem Jahr sein, dass sie ihre Schule wieder betreten. Für sie gilt nach den Ferien Distanzunterricht. Nur vereinzelt kamen Schüler, vor allem der höheren Jahrgänge, für Arbeiten in die Schule. Die Zeugnisse werden aber nicht aus der Distanz übergeben beziehungsweise per Post verschickt. Ausnahme: Für Schüler des Berufskollegs Castrop-Rauxel, die in der dualen Ausbildung sind und teilweise weiter weg wohnen.

„In einer Videokonferenz haben sämtliche Schulen der Stadt vereinbart, dass die Halbjahreszeugnisse persönlich und vor Ort möglichst durch die Klassenlehrperson ausgegeben werden. Zum Schutz vor Neuinfizierungen wird es gestaffelte Termine und Einbahnstraßensysteme geben. Die Schulen informieren die Schüler und Eltern entsprechend“, teilt Stadtpressesprecherin Julia Schulze auf Anfrage mit.

Eltern kommen regelmäßig zu den Grundschulen ihrer Kinder

In den Grundschulen kommen Eltern sowieso schon häufig in die Schule, um Materialien abzuholen oder fertige Aufgaben wieder zu bringen. Das lässt sich jetzt mit der Zeugnisausgabe kombinieren. In den weiterführenden Schulen sieht das anders aus. Hier sind die Kinder vor allem über die Lernplattform oder Videokonferenzen in Kontakt mit ihren Lehrern.

Die Notbetreuung wird zumindest an den beiden Gymnasien kaum genutzt. Am Ernst-Barlach-Gymnasium kommen zurzeit vier Kinder in die Schule, am Adalbert-Stifter-Gymnasium acht Kinder, um unter Aufsicht zu lernen.

Das Ernst-Barlach-Gymnasium wird seine Zeugnisse am Freitag in der Sporthalle austeilen. „Das machen wir ähnlich wie vor den Sommerferien“, sagt Schulleiter Dr. Friedrich Mayer. Den einzelnen Klassen in den verschiedenen Jahrgängen sind die Ausgänge A bis E und außerdem bestimmte Zeiten zugeordnet. Die Sekundarstufe I ist am Vormittag dran, ab 14 Uhr kommen dann die Schüler der EF und Q1. Der Abiturjahrgang hat das erste Halbjahr bereits früher beendet und seine Ergebnisse schon.

Ergebnisse aus Distanzunterricht fließen in Noten ein

Auch am Adalbert-Stifter-Gymnasium wird der Kontakt auf das Notwendigste beschränkt. Über den ganzen Vormittag gestreckt kommen Schüler in geteilten Gruppen zu vier Anlaufpunkten in der Schule. Ob Mensa, große und kleine Aula oder Sporthalle, so Schulleiter Joachim Höck, überall gebe es eine Einbahn-Regelung. Darüber werden die Eltern in einem Elternbrief informiert.

Für die Noten mussten die Lehrer zum größten Teil auf die Ergebnisse einer zweiten Klassenarbeit verzichten, dafür auf eine Bewertung des Distanzunterrichts zurückgreifen. Am ASG hat Joachim Höck dazu in einem Elternbrief informiert: „Anders als in der Zeit vor den Sommerferien werden diesmal auch negative oder nicht erbrachte Leistungen in die Noten einfließen.“

In Q1 und Q2 allerdings, so Joachim Höck, bilden die Klausuren einen festen Bestandteil der Gesamtqualifikation für das Abitur. Hier kamen also noch Schüler zu Arbeiten ins ASG. Im EBG war das im Januar eher die Ausnahme. Die meisten Arbeiten waren vor dem 7. Januar bereits geschrieben. Lediglich einige Nachschreibeklausuren in der Q1 und Q2 fanden noch in der Woche vom 11. bis 15. Januar statt. Die Zeugniskonferenzen haben am Montag und Dienstag (25./26.1.) stattgefunden – auch das per Videokonferenz.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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