Der Hainfriedhof in Westerfilde. Ein wunderschöner Ort mit Waldcharakter. © Holger Bergmann
Urnenbestattung

Hain-Friedhof in Westerfilde: Hunderte Bestattungen seit 2006

Im Jahr 2006 gab es versuchsweise die ersten Hainbeisetzungen im Westerfilder Wald. Ein großer Erfolg. Das bedeutet aber auch, die meisten Bestattungsplätze sind mittlerweile vergeben.

Der Hainfriedhof in Westerfilde an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel ist einer der schönsten in Dortmund. Dank einer einfachen Friedhofssatzung hat man dort das Gefühl, in einem lichten Wald zu stehen.

Als die ersten Bestattungswälder in Deutschland eingerichtet wurden, suchte man auch in Dortmund nach einem geeigneten Wald für einen „Testfriedhof“ und wurde in Westerfilde fündig.

Der Versuch war ein Erfolg. Seit 2006 gab es 550 Bestattungen. Mittlerweile gibt es auf neun weiteren städtischen Friedhöfen Haingrabfelder. Wer den Hainfriedhof an der Straße Im Odemsloh besucht, bekommt schnell das Gefühl, dass dieser bereits ziemlich ausgelastet ist. Man sieht Grabstein an Grabstein.

Es wird auch in Zukunft keinen Parkplatz geben

Doch der Eindruck täuscht offensichtlich. Laut der Stadt Dortmund können noch mehr als 200 Urnen beigesetzt werden. Bleibe die jetzige Nachfrage stabil, wären alle Grabstätten auf dem Friedhof erst in rund drei Jahren belegt.

Die Urnenplätze sind sogenannte Wahlgräber, die Ruhezeit kann verlängert werden. Geschieht das nicht, werden die Plätze wieder frei. Eine Erweiterung des Hainfriedhofs werde es nicht geben, erklärt die Stadt auf Nachfrage unserer Redaktion. Der umliegende Grund befinde sich in Privatbesitz.

Das ist auch der Grund, warum es auch in Zukunft keinen Parkplatz geben wird. Friedhofsbesucher werden weiterhin in einiger Entfernung parken müssen, beispielsweise an der Schlossstraße zwischen Bodelschwingh und Castrop-Rauxel-Schwerin oder an der Straße Im Odemsloh in Westerfilde nahe dem beliebten Biergarten „Tante Amanda“.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Holger Bergmann ist seit 1994 als freier Mitarbeiter für die Ruhr Nachrichten im Dortmunder Westen unterweg und wird immer wieder aufs neue davon überrascht, wieviele spannende Geschichten direkt in der Nachbarschaft schlummern.
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