Grutholz: Wer Weihnachtsbäume braucht, kann hier selbst sägen

Weihnachten

Wer in Castrop-Rauxel einen Weihnachtbaum braucht, ist im Grutholz wieder an der richtigen Stelle. RVR-Förster Matthias Klar und die Kreisjägerschaft laden zum Selbersägen ein.

Castrop-Rauxel

, 22.11.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Grutholz: Wer Weihnachtsbäume braucht, kann hier selbst sägen

Großer Andrang herrscht meistens beim Weihnachtsbaumschlagen im Grutholz. © Volker Engel (Archiv)

Knapp 30 Millionen Weihnachtsbäume werden jedes Jahr in Deutschland verkauft. Etwa zehn Prozent davon stammen aus dem Ausland, zumeist aus Dänemark.

Die meisten Bäume wachsen in eigens angelegten Christbaumkulturen – unter oft intensivem Einsatz von Insektiziden, Herbiziden und Mineraldünger. Das schadet den Böden, Gewässern und Ökosystemen.

Chemikalien belasten die Gesundheit

Nicht zuletzt kann es auch die menschliche Gesundheit belasten, wenn der mit Chemikalien behandelte Weihnachtsbaum mitten im Wohnzimmer steht.

Wer seinen Weihnachtsbaum also bei irgendeinem Händler kauft, ist laut Umweltbundesamt gut beraten, sich über die Herkunft der Bäume zu informieren. Wenn denn der Verkäufer überhaupt angeben kann und will, wo er seine Bäume bezieht.

Erheblich umweltfreundlicher sei es, so die Behörde, einen natürlich gewachsenen Baum direkt aus dem Wald in der Region zu holen.

Mit Handsäge den eigenen Baum fällen

Ideal ist es, wenn das alles quasi um die Ecke passiert. Und damit kämen wir zum Grutholz, in dem RVR-Förster Matthias Klar in Zusammenarbeit mit der Kreisjägerschaft auch in diesem Jahr wieder zum Baumschlag-Event einlädt.

Mit Handsägen ausgerüstet, können Hobby-Holzfäller am Sonntag, 15. Dezember, von 13 bis 16 Uhr hier nach dem idealen Baum suchen für das heimische Wohnzimmer suchen, ihn eigenständig absägen und mit nach Hause nehmen.

Treffpunkt

  • Treffpunkt für alle Bauminteressenten ist der Wanderparkplatz an der B235 in Höhe der Marsstraße.
  • Von hier aus geht es ab 13 Uhr zu Fuß zum Schlagen in das Grutholz.

3000 Bäumchen hatte der RVR laut Matthias Klar vor einigen Jahren hier gesetzt. Die natürlich gewachsenen Fichten haben das ideale Alter, um ihre Aufgabe als Weihnachtsbaum zu erledigen.

Und sind, und damit kommen wir zu einem der wesentlichen Faktoren, nicht mit Pestiziden behandelt worden. „In Zeiten, wo wir uns zunehmend Gedanken über Umwelt und Klima machen, ist es außerdem natürlich total sinnvoll, nicht so weit zu fahren, um sich den Tannenbaum für die Weihnachtszeit zu sichern“, macht Klar Reklame für seine Bäume.

Preis für Bäume ist stabil geblieben

Beim Preise der Fichten, die durch ihren herrlichen Duft gegenüber den Nordmann-Tannen punkten können, hält der RVR dabei im Vergleich zum Vorjahr stabil: Erneut kostet jeder Baum, den die Castrop-Rauxeler sich am dritten Adventssonntag aus dem Grutholz holen können, 20 Euro.

Klar und seine Mitarbeiter stehen zudem für die Beratung zur Verfügung. Anschließend kann der Baum, professionell in einem Baumnetz eingetütet, mit nach Hause genommen werden.

Bei der Weihnachtsbaumjagd sorgt die Kreisjägerschaft wie gewohnt für warme Getränke und lokale Würstchen. Außerdem kann man im Grutholz auch wieder den Braten zum Baum erstehen, denn die Jägerschaft bietet gefrorenes, lokales Wildbret an. Und die rollende Waldschule ist auch wieder dabei.

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