Luftaufnahme aus dem März 2020: Auf der Grünfläche hinterm Hallenbad am Stadtmittelpunkt soll ein größerer neuer Spielplatz entstehen. © Tobias Weckenbrock
Freizeit-Anlage

Großer Spiel- und Sportplatz am Hallenbad kommt später als geplant

Pumptrack, Korfball-Spielfeld und Wasserspielplatz – das sollen die Stars des neuen Spiel-und Sportgeländes am Hallenbad sein. Doch erst 2022 soll es losgehen. Das hat einen triftigen Grund.

Bereits seit 2019 beschäftigt sich die Stadt, beschäftigen sich die Castrop-Rauxeler aktiv mit der Spiel-, Sport- und Erholungsfläche am Hallenbad. 350.000 Euro wurden dafür in den Haushalt eingestellt. Vor einem Jahr entwickelten Kinder und Jugendliche Pläne. 2021 sollte es eigentlich losgehen. Doch jetzt dauert es länger.

Viele gute Vorschläge zur Flächengestaltung und einzelnen Geräten wurden im Sommer 2020 bei einer Online-Beteiligung entwickelt. Die besten Ideen wurden abschließend im August bei einer Mitmach-Aktion am Hallenbad präsentiert. Da stand schon fest, welche Wünsche am meisten geteilt wurden. Dazu gehörte ein Wasserspielplatz, eine anspruchsvolle Strecke für Mountainbiker oder eine Korfball-Spielfläche. Aber auch die Bedürfnisse von Senioren waren Thema.

Bürgermeister Rajko Kravanja ließ sich von Kindern und Jugendlichen ihre Ideen erklären. Schon damals zeigte er sich zuversichtlich, weitere Fördermittel für die Spiel-, Sport-und Erholungsanlage zu bekommen. Da ging er noch davon aus, dass das Ganze 2021 umgesetzt würde. Das galt auch ein halbes Jahr später.

Rajko Kravanja spricht von Spielplatz von fast einer Million Euro

Im Januar sagte der Bürgermeister bei einer Online-Sprechstunde: „Wenn das klappt, bauen wir einen Spielplatz von fast einer Million Euro.“ Mit Pump-Track, mit Bolzplatz samt Tribüne, mit separatem Kleinkinderspielplatz und Trimm-dich-Pfad. Das werde „richtig geil“, so Kravanja. Und egal, ob das Fördergeld komme oder nicht – angefangen mit dem Bau werde noch in diesem Jahr. Entweder mit dem ganz großen Wurf oder der kleineren Variante.

Das mit den Fördergeldern klappte zunächst nicht. Aber die Hoffnung bleibt. Und deshalb wird gewartet. Die Stadt informiert auf Anfrage dieser Redaktion: „Bei der Vergabe im ersten Halbjahr 2021 konnte die Bezirksregierung den Antrag der Stadt mit Blick auf die zur Verfügung stehenden Förderbudgets noch nicht berücksichtigen, obwohl er ausdrücklich als ,schlüssig und inhaltlich gut…‘ gelobt wurde.“ In Abstimmung mit dem Fördermittelgeber, also Bezirksregierung und Land, sei das Projekt erneut für die kommende Förderperiode im September vorgesehen.

Interessengruppen sollen nochmal gefragt werden

Die weiteren Planungen, so Stadt-Sprecherin Nicole Fulgenzi, werden derzeit auf den Weg gebracht. Die einzelnen Interessengruppen aus der Bürgerbeteiligung sollen nochmal für die weitere Ausgestaltung einbezogen werden. 2022 soll es dann im Ganzen in die Umsetzung gehen. Wie groß und attraktiv das Ganze werde, sei abhängig von der Bewilligung des Fördergebers.

Die Stadt verweist in ihrer Antwort auch darauf, dass die Gelder aus dem städtischen Haushalt deutlich die Summen der vergangenen Jahre übersteigen. Sie würden dazu noch um 100.000 Euro für die Spielplätze an der Rennbahn, am Hammerkopfturm und am Nordlager ergänzt. Auch hier konnten die Bürger bis Mitte Juni über Spielgeräte abstimmen.

Mehr Informationen über die eingereichten Vorschläge und Planungen sind unter www.castrop-rauxel.de im Menüpunkt Familie/Kinder und Jugendliche zu finden.

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Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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