Politik

Große SPD-Mehrheit wählt Frank Schwabe für die Bundestagswahl

Ein voller Erfolg für Frank Schwabe: Der Kreisvorsitzende ist am Freitag von seinen Parteigenossen für die Bundestagswahl nominiert worden - trotz Kritik an seinen Sauerland-Fotos.
Frank Schwabe, Abgeordneter im Deutschen Bundestag, kennt sich mit Vorgängen in Berlin aus, aber auch zu Baku und möglichen Verstrickungen gilt er als Fachmann in der SPD und der Berliner Politik-Blase. © Tobias Weckenbrock

Der SPD-Kreisvorsitzende Frank Schwabe (50) ist am Freitagabend (15.1.) mit großer Mehrheit zum Kandidaten seiner Partei für die Bundestagswahl im September 2021 ernannt worden. Er vertritt den Wahlkreis 121 (Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Waltrop) bereits seit 2005 als direkt gewählter Abgeordneter.

Bei der Nominierungsveranstaltung, die unter strengen Corona-Bedingungen in der Waltroper Stadthalle stattfand, stimmten 38 von 40 Delegierten für Schwabe, der keinen Gegenkandidaten hatte. Es gab eine Nein-Stimme und eine Enthaltung.

Kritik an Schwabe wegen Sauerland-Fotos

Die öffentliche Kritik, die Schwabe einstecken musste, weil er von einem Schnee-Ausflug ins Sauerland am Silvestertag ein Selfie in öffentlichen Netzwerken gepostet hatte, spielte bei der Wahlentscheidung der Delegierten offensichtlich keine Rolle. In einer kurzen Rede sagte Schwabe, er werde für ein rot-rot-grünes Bündnis auf Bundesebene kämpfen. Auch die Entschuldung der Städte bleibe für ihn ein wichtiges Thema.

Bei der Bundestagswahl am 26. September wird der CDU-Kreisverbandsvorsitzende Michael Breilmann Schwabes Konkurrent sein. Das Duell gab es 2017 schon einmal: Schwabe siegte damals mit 7,8 Prozentpunkten Vorsprung. Den Wahlkreis zu verteidigen, werde eine große Herausforderung sein, betonte der SPD-Politiker.

SPD wollte Nominierung wegen Corona vertagen

In der SPD hatte es Überlegungen gegeben, die Nominierung wegen Corona ein weiteres Mal zu verschieben. Schon Anfang Dezember hätte die Veranstaltung eigentlich über die Bühne gehen sollen. Doch weil die Zeit drängt – weitere Listennominierungen auf Landesebene stehen bevor – und eine Verbesserung der Corona-Lage nicht absehbar ist, hatte sich der Kreisverband entschieden, die Veranstaltung unter strengen Auflagen durchzuziehen.

Frank Schwabe (50) ist seit 2010 Vorsitzender des Kreis-SPD und bereits seit 2005 Mitglied des Bundestages. In Berlin leitet er die Arbeitsgruppe für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion. Zu seinen Schwerpunkten zählen auch der Klima- und Meeresschutz.

Frank Schwabe lebt in Castrop-Rauxel, ist verheiratet und hat drei Kinder.

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