Impfungen

Große Impfbereitschaft im Kreis Recklinghausen: Kaum Terminausfälle

Im Kreis Recklinghausen ist die Impfbereitschaft besonders hoch, heißt es. Noch seien nicht alle berechtigten der Prioritätsgruppe 2 geimpft. Personen mit Priorität 3 müssen darum noch warten.
Mehr Impfstoff und mehr Termine im Impfzentrum des Kreises Recklinghausen gibt es für Chroniker. © Jörg Gutzeit/Martin Klose

Im Impfzentrum des Kreises Recklinghausen werden täglich über 2000 Personen geimpft. Wer aktuell impfberechtigt ist, gibt das Land per Erlass vor. Da einige Städte und Kreise angeben, mit den Prioritätsgruppen 1 und 2 bereits durch zu sein, ermöglichen diese bereits weiteren Bürgern die Impfung.

„Das weckt natürlich auch bei uns Hoffnungen und Begehrlichkeiten. Wir erhalten im Moment täglich Schreiben und Anrufe von Bürgern, die uns fragen, warum sie noch nicht geimpft werden können, obwohl es in anderen Kommunen schon ginge“, erklärt Patrick Hundt, Leiter des Impfzentrums.

Die Antwort: Im Kreis Recklinghausen sind die Impfungen der zweiten Prioritätsgruppe noch nicht abgeschlossen. Erst wenn absehbar ist, dass möglichst alle Berechtigten dieser Gruppe ein Impfangebot erhalten haben, könnten Personen aus Gruppe 3 berücksichtigt werden.

„Wir haben uns natürlich gefragt, wie es sein kann, dass andere Städte und Kreise die Gruppe 2 bereits abgeschlossen haben, obwohl sie vergleichbare Impfquoten haben“, so Hundt. Stand Donnerstagvormittag (29. April) wurden 27,2 Prozent der Einwohner des Kreises Recklinghausen geimpft. Der Kreis liegt damit sogar leicht über dem Landes-Durchschnitt von 27 Prozent.

„Eine Erklärung ist die große Impfbereitschaft im Kreis Recklinghausen“, sagt Hundt. Im Gespräch mit anderen Kommunen habe sich herausgestellt, dass dort zum Teil die Terminbuchungen stark zurückgegangen seien, das Impfzentrum also den vorhandenen Impfstoff nicht voll einsetzen konnte.

„Das ist bei uns anders. Sobald wir Termine einstellen, sind diese innerhalb kürzester Zeit vergeben. Wir verimpfen jede Woche allen Impfstoff, der uns vom Land für die Menschen zugeteilt wird, die impfberechtigt sind.“

Bürger halten Termine zuverlässig ein

Dass der Kreis Recklinghausen und seine Bürger nicht immer mit anderen Kommunen vergleichbar sind, habe sich zuletzt auch bei einer Auswertung der Termine gezeigt, bei denen Impflinge ohne Abmeldung nicht im Impfzentrum erschienen sind: Aus Nachbarstädten wurden Ausfallquoten von 15 Prozent und mehr genannt. Im Impfzentrum des Kreises RE liegt diese Quote bei gerade einmal 1,85 Prozent. „Wir sind beeindruckt von der Zuverlässigkeit“, sagt der Leiter des Impfzentrums.

Wer aktuell impfberechtigt ist und über welchen Weg Termine vereinbart werden können, veröffentlicht der Kreis Recklinghausen auf seiner Internetseite. Patrick Hundt: „Fest steht, dass wir uns derzeit noch in der Prioritätsgruppe 2 bewegen. Sobald wir Impfungen für weitere Gruppen anbieten können, werden wir dies aktiv auf allen Kanälen kommunizieren.“

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