Glasverbot bei Rock unterm Förderturm: Hohe Strafen drohen bei Missachtung

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Am 7. September gibt es Rock unterm Förderturm. Wieder wird dafür ein Glasverbot im Umfeld ausgesprochen. Mit gutem Grund, so die Stadt. Und mit hohen Strafen, wenn man erwischt wird.

Castrop

, 23.08.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum 20. Mal wird am Samstag, 7. September, unter dem Förderturm gerockt. Organisiert von der SPD, geht es dort wohl etwas lauter zu, als zuletzt bei Castrop kocht über. „Vor der Bühne wird schon eine ordentliche Lautstärke herrschen“, sagt Juso-Vorsitzender Daniel Djan.

Ab 19 Uhr spielt im Erin-Park zunächst Gun Fire. Ab 20 Uhr bieten dann Seven Cent ihren bekannten Klassiker-Mix aus Rock und Indie-Titeln der vergangenen Jahrzehnte. Um 23 Uhr, so Daniel Djan, wird Schluss sein. Für das Catering und die Getränke sorge wieder der Partyservice Schmitz und das Haus Rütershoff. Die dürfen die Getränke in Gläsern ausschenken.

Glasverbot gilt von Freitagmittag bis Sonntagmittag

Ansonsten herrscht im Erin-Park dann wieder absolutes Glasverbot. Das hat die Stadt jetzt offiziell in ihrem neuesten Amtsblatt angekündigt. Das Glasverbot gilt für die Zeit von Freitag, 6. September, 12 Uhr, bis Sonntag, 8. September,

12 Uhr. Untersagt ist in dieser Zeit „das Mitführen und die Benutzung von Glasbehältnissen ... (wie z.B. Gläser und Flaschen) ... außerhalb geschlossener Räume“. Ausgenommen ist der engere Veranstaltungsbereich um die Getränkestände.

Der Verbotsbereich wird räumlich im Norden von der Herner Straße, im Osten vom Altstadt-Ring (einschließlich der gesamten Fußgängerbrücke zum Erin-Park ab Zugang vom Einkaufszentrum Widumer Platz), im Süden von der Karlstraße und im Westen vom Roßbach begrenzt.

Das Verbot erstreckt sich in diesem Bereich laut Stadt auf die öffentlichen

Verkehrsflächen, auf Grünanlagen, Haldenbereiche und Gewässer einschließlich der Bachläufe, des Regenrückhaltebeckens und der Teichanlagen. Aber auch auf frei zugänglicher Hauseingänge, Treppenanlagen und Innenhöfe.

Happige Geldstrafen werden verhängt

Wer sich nicht an das Glasverbot hält, dem drohen satte Geldstrafen:

  • Für Gläser oder Flaschen mit einem Inhaltsvolumen von bis zu 0,5 Liter droht ein Zwangsgeld von 35 Euro je Behältnis.
  • Für Gläser oder Flaschen von bis zu 1 Liter Volumen ein Zwangsgeld von 60 Euro je Behältnis.
  • Bei größeren Behältnissen für jeden weiteren halben Liter weitere 30 Euro.
  • Sollten die Gläser/Flaschen trotz Aufforderung nicht aus der Verbotszone entfernt werden, wird das Einkassieren der Flaschen/Gläser angedroht.

Bei begründetem Verdacht kann das Verbot durch Kontrollen auf dem

gesamten Veranstaltungsgelände, auch mit Durchsuchung von Taschen durch die Ordnungskräfte überprüft werden.

Glasverbot bei Rock unterm Förderturm: Hohe Strafen drohen bei Missachtung

Seven Cent ist bei Rock unterm Förderturm als Hauptband am Start. © Volker Engel

Gefährliche Scherben, gefährlicher Alkohol

Wie die Stadt erläutert, habe man zu dem Glasverbot gegriffen, weil bei der Veranstaltung teilweise ein ausschweifender Konsum von Getränken mit Alkohol stattfinde. Die Beobachtungen der Polizei und der Stadt Castrop-Rauxel hätten gezeigt, dass die Getränke dafür nicht nur am Veranstaltungsort gekauft, sondern auch mitgebracht werden. Die leeren Flaschen und Gläser würden dann häufig nicht ordnungsgemäß entsorgt, sondern einfach auf den Boden gestellt, in den Rinnstein geworfen, fallengelassen oder bewusst zerschlagen.

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Wörtlich heißt es in den Ausführungen zu dem Verbot weiter: „Zudem steigert sich durch den vermehrten Alkoholgenuss bei dieser Veranstaltung erfahrungsgemäß die Gewaltbereitschaft der Besucherinnen und Besucher. Nach Erkenntnissen der Polizei ist die Hemmschwelle, eine Flasche bzw. ein Glas als Wurfgeschoss oder Schlagwaffe zu verwenden, in den vergangenen Jahren deutlich gesunken.“

Auslöser waren randalierende Jugendliche

Auslöser des Verbots war Rock unterm Förderturm 2011, als in der Nacht auf Samstag mehrere Jugendlichen auf dem Gelände des Erin-Parks randalierten, wobei mehrere Menschen verletzt wurden. 2012 wurde dann zum ersten Mal ein Glasverbot erlassen, das seitdem jedes Jahr gilt.

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